Neue Bilder vom Mond

Pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum der ersten bemannten Mondlandung hat die NASA nun erstmals hochaufgelöste Bilder von den Landeplätzen der Apollo-Missionen veröffentlicht, auf denen man die Landemodule der Apollo-Raumfähren erkennen kann.

Bis jetzt wurde ich oft gefragt, ob es denn möglich wäre, “die amerikanische Flagge auf dem Mond” mit einem Teleskop zu sehen. Mit dem Hubble Space Telescope ist das aber leider nicht möglich. Die Gründe dafür sind ganz einfach: Der Mond ist zu weit weg, die auf dem Mond hinterlassenen Dinge sind zu klein oder das Auflösungsvermögen des Teleskops ist zu gering. (Link) Nun kann man sich auf zweierlei Art behelfen–ein Teleskop mit einer besseren Auflösung verwenden ist eine davon. Es gab vor ein paar Jahren einen Versuch, mit Hilfe des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte die Landestellen zu fotografieren, ob das klappte weiß ich nicht. Die andere ist naheliegender: Näher hinfliegen. Und genau das hat man jetzt gemacht. Der Lunar Reconaissance Orbiter, eine Sonde der NASA, umkreist derzeit den Mond in einer Höhe von ca. 30-50km und hat daher einen viel besseren Blick auf den Mond als die erdgebundenen Beobachter in ca. 384.000km Entfernung.

Apollo 11 Landeplatz

Das Bild zeigt den Landeplatz von Apollo 11. Außer dem Landemodul in der Bildmitte, das einen markanten Schatten wirft, kann man kaum weitere Spuren der menschlichen Tätigkeiten entdecken. Das ist aber nicht weiter verwunderlich, denn schließlich haben sich Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond stets in der Nähe des Raumschiffs aufgehalten. Die Spaziergänge hätten auf einem Fußballfeld Platz gehabt.

Apollo 11 auf  FußballplatzAuf dem Bild der Apollo 14-Landestelle sind sogar weitere Details erkennbar:

Apollo 14 Landeplatz

Ein harter Schlag für jene, die glauben, die Mondlandung sei in einem Keller in Hollywood nachgestellt worden.

Nebenbei bemerkt: die NASA hat auch die alten Videos der Mondlandung restauriert und digitalisiert, hier ist ein Ausschnitt davon.

Quellen: Astrodicticum simplex (dort gibts auch wieder mal eine Diskussion mit Skeptikern), Bad Astronomy, Bilder: NASA/Goddard Space Flight Center/Arizona State University,

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4 Kommentare

  1. nicole
    Erstellt am 5. August 2010 um 14:53 | Permanent-Link

    ok…wieso sind auf den bilder die schatten der hügel auf der linken seite…wenn sie bei dem modul auf der rechten seite sind?! bitte um erklärung?!

  2. Erstellt am 18. Februar 2011 um 01:40 | Permanent-Link

    Ob diese Beweise den Mondlandungskritikern reichen werden?
    Ich denk wohl kaum.

    Auch wenn diese Menschen sich selbst ein Bild auf dem Mond machen könnten,
    würden sie es bestimmt nicht glauben wollen.

    • Erstellt am 18. Februar 2011 um 02:54 | Permanent-Link

      Zumindest im sprichwörtlichen Sinne würde ich hin und wieder gerne einen Mondlandungsleugner zum Mond schießen (natürlich nur, damit er sich dort selbst ein Bild machen kann ;-) )
      Es geht mir hier gar nicht unbedingt darum, die eingefleischten Mondlandungsleugner zu überzeugen, denn die lassen sich normalerweise nicht durch Fakten überzeugen, ihre Dogmen fallen zu lassen.
      Der Sinn dieses Blogposts ist ein anderer: je mehr die Leute von der Astronomie und der Raumfahrt wissen, desto besser können sie erkennen, wie abstrus die Theorien der Mondlandungsleugner sind. Unter http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Mondlandungslüge wird das Thema Mondlandungslüge übrigens sehr ausführlich behandelt.

      PS: ich finde deine Astrofotos sehr toll!

Ein Trackback

  1. Von Die Astrologin und die Mondlandung am 21. Juli 2009 um 02:29

    [...] konnten wir–zwei Tage vor Neumond–den Mond natürlich nicht beobachten. Die neuen Bilder des Lunar Reconnaissance Orbiter und die hervorragende Sichtbarkeit der vollbelegten International Space Station trösteten jedoch [...]

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