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	<title>imrich.net &#187; Österreich</title>
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		<title>Interessante Apps (nicht nur) für Kids und Jugendliche</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 16:12:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jedes Mal, wenn mir Kinder oder Jugendliche Fragen über das iPhone stellen, drehen sich die Fragen rund um das Thema Spiele. Dabei gibt es aber viele Apps für Smartphones und Browser, die sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene nützlich sein können und nicht in die Kategorie Spiele fallen. Daher habe ich mich sehr darüber gefreut, einen kurzen Beitrag zum Thema &#8220;Apps für Jugendliche&#8221; bei einem Workshop von Digitalks halten zu dürfen. Im folgenden möchte ich euch die Apps aus dem Workshop kurz vorstellen. Apps und Dienste für den Computer EgoArchive, http://www.egoarchive.com/ EgoArchive ist ein junger web-basierter Dienst aus Wien, der derzeit noch in der &#8220;closed beta&#8221;-Phase ist. Sobald man das Browser-Plugin installiert und aktiviert hat speichert EgoArchive den Text und ein vollständiges Bild jeder unverschlüsselten Website, die man ansurft. Das ist praktisch, wenn man jemandem zeigen möchte/muss, was man zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einer Seite gesehen hat, zum Beispiel bei Reklamationen bei Onlinehändlern. Google Docs (Google Text+Tabellen), https://docs.google.com/ Google Docs bietet eine einfach zu bedienende Alternative zu Microsoft Word und Excel, die überall verfügbar ist und die wichtigsten Funktionen mitbringt. Dropbox, http://www.dropbox.com/ Mit Hilfe von Dropbox kann man auf einfache Weise Dateien zwischen mehreren Computern synchron halten. Alles, was man in den Dropbox-Ordner schiebt wird automatisch auf die Server von Dropbox hochgeladen und bei der nächsten Gelegenheit auf den anderen Computern heruntergeladen. Man kann auch einzelne Dateien oder ganze Ordner mit anderen Leuten gemeinsam bearbeiten. Die Möglichkeit, auch per Web-Interface und Smartphone-Apps auf die Dateien zuzugreifen runden das Angebot ab. (Wer auf den obigen Link klickt bekommt 250MB kostenlos dazu!) Wuala, http://www.wuala.com/de Wuala wurde mir als eine sicherere Alternative zu Dropbox empfohlen. HTTPS Everywhere, http://www.eff.org/https-everywhere Dieses Browser-Plugin der EFF (Electronic Frontier Foundation) erlaubt es, ohne viel Aufwand automatisch die verschlüsselten Versionen vieler bekannter Websites zu benützen. Das ist besonders dann hilfreich, wenn man öfters in öffentlichen WLANs surft und nicht möchte, dass jemand anderer den Datenverkehr mitlesen kann. Smartphone-Apps Viele Links führen zu den iPhone-Apps, aber zumindest einige dieser Apps sind unter dem gleichen Namen auch für Android erhältlich. Apps mit Fokus auf Österreich bzw. Wien Bikar Bikar zeigt alle Standorte von CityBike Wien auf einer übersichtlichen Karte an. Bikar kennt aber nicht nur die Standorte der Fahrradboxen, sondern auch deren Füllstand-somit kann man auf einen Blick herausfinden, an welchen Standorten in der Nähe man ein Rad ausborgen oder zurückgeben kann. Qando Qando ist die vielkritisierte App des Verkehrsverbund Ost-Region und hat quasi ein Monopol auf die Verwendung der Daten. Neben einem Routenplaner kann man sich auch in Echtzeit anzeigen lassen, wie lange man warten muss. Freewave Alle von Freewave betriebenen kostenlosen WLAN-Hotspots (in Lokalen, Hotels usw.) sind in dieser App verzeichnet. ÖBB Scotty Ein Routenplaner für die öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Europa. AnachB.at, http://www.AnachB.at Last, but not least. Während die meisten Routenplaner nur ein Verkehrsmittel und eventuell Fußwege berücksichtigen, kann AnachB alle möglichen Verkehrsmittel kombinieren und die Wege und Zeiten berechnen. AnachB weiß, wann man in welchen Verkehrsmitteln Fahrräder mitnehmen darf, es kennt Radwege, Park and Ride-Anlagen und vieles mehr. Auch per Browser verwendbar. Weitere nützliche Apps UStream, http://www.ustream.tv/ Mit Hilfe von UStream kann man Videos live ins Internet übertragen. Ich führe UStream absichtlich hier bei den Smartphone-Apps an, weil es gerne dazu verwendet wird, per Handy Demos und andere für die Zivilgesellschaft wichtige Aktionen zu dokumentieren. Man kann UStream aber auch einfach per Computer und Webcam nutzen. i-nigma Einer der besten und schnellsten QR-Code-Leser, die ich kenne. Für viele verschiedene Handys verfügbar. Stanza Stanza ist ein e-Book-Leseprogramm, das zum Beispiel auch gut zum Lesen von PDFs geeignet ist. Über Project Gutenberg kann man auf eine große Zahl kostenloser e-Books zugreifen. Pocket Universe Diese App ist nicht gratis, aber für alle, die gerne einen Blick auf den Himmel werfen wahrscheinlich ihr Geld wert. Google Earth Wer kennt es nicht&#8230; Speedtest.net Eine einfache Möglichkeit, zu überprüfen, wie langsam die eigene Internetverbindung wirklich ist. RedLaser, http://redlaser.com/ Scannt EAN-Codes (Strichcodes) von Verpackungen und zeigt gegebenenfalls an, wie viel das Produkt bei Onlinehändlern kostet. Praktisch für alle, die meinen, Geiz sei geil. ShopShop Eine sehr einfache App zum Verwalten von Listen aller Art. Praktischerweise kann man die Listen auch per e-mail verschicken. Mobile Mouse Pro Verwandelt das iPhone in ein kleines Touchpad mit Tastatur für den PC oder Mac. FStream Eine App zum Radio hören, die aus dem Open Source-Umfeld kommt. FStream kann auch aufnehmen und stellt die Aufnahmen im LAN zum Herunterladen zur Verfügung. Shazam Shazam kann viele bekannte Musikstücke anhand eines kurzen Ausschnitts identifizieren. Für alle, die sich oft fragen: Ah, den Song kenne ich doch! Von wem war der nochmal? Leo Wörterbuch Eine Web-App, die Zugriff auf das bekannte Leo-Onlinewörterbuch bietet. Man braucht nichts zu installieren, ist dafür aber auf den Internetzugang angewiesen. Auch per Browser verwendbar. Könnt ihr weitere Apps empfehlen? druckerfreundliche Ansicht]]></description>
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		<title>Türkisch als Maturafach? Eine Replik.</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 04:09:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Presse hat Anfang dieser Woche berichtet, dass es im Unterrichtsministerium konkrete Pläne gibt, Türkisch in die lange Liste jener Sprachen, die in den allgemeinbildenden höheren Schulen als zweite lebende Fremdsprache angeboten werden können, aufzunehmen. Insbesondere habe das Ministerium schon die geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Graz damit beauftragt, Lehrpläne für das Lehramtsstudium Türkisch auszuarbeiten. Der Bundesregierung scheint dies sehr unangenehm zu sein, man übte sich im kollektiven Zurückrudern und Dementieren. Die Presse schrieb dann gestern von &#8220;übertriebenem Wirbel&#8220;. In jeden Fall hat diese Debatte wieder einmal die paar Millionen österreichischen Experten für Bildungspolitik,Integrationspolitik und Fußball aus dem Bau gelockt. Der zu erwartende Aufruhr blieb nicht aus. Ich möchte hier auf einige Argumente aus einem Blogpost von Roman Korecky, einem Wiener SPÖ-Mitglied und &#8220;Bildungsreferent der Sektion 10&#8243;, eingehen, weil ich manche davon für hilfreich halte und mich über andere ärgere. Korecky betont, dass Kinder, die es in unserem integrantenfeindlichen Schulsystem bis in die siebente bzw. neunte Schulstufe schaffen, bereits außerordentlich gut integriert sein müssen. Ohne nahezu perfekte Deutschkenntnisse könnten sie dem Schulunterricht nicht folgen. Türkisch als zweite lebende Fremdsprache würde keine Parallelgesellschaften fördern, sondern eventuell sogar deren Entstehung entgegenwirken und zur Weltoffenheit beitragen. So weit, so gut. Das finde ich auch. Dann bringt Korecky ein seltsames, aber umso beliebteres Spiel: Wir stellen uns mal vor, wir sind ein Ausländer&#8230;Migrant&#8230;Mitbürger mit Migrationshintergrund und packen die gängigsten Klischees in dieses Gedankenspiel. Versetzen wir uns nun einmal in die Rolle eines türkischen Migranten. Zu Hause spricht er oder sie türkisch. In der Schule und in der Öffentlichkeit Deutsch. Somit sind Deutsch und Türkisch für ihn oder sie praktisch gleichwertige Sprachen, die beide wie eine Muttersprache beherrscht werden. Erstens würde ich gerne mal die Annahme, dass das Kind des typischen Migranten zuhause ausschließlich türkisch spricht, anzweifeln. Österreich hat seit 1964 in der Türkei Gastarbeiter angeworben (Quelle, S.5). Unter den Jugendlichen, die Türkisch als 2. lebende Fremdsprache wählen könnten, werden auch einige sein, deren Eltern in Österreich aufgewachsen sind. Es ist naheliegend, dass sie daheim auch teilweise Deutsch sprechen. Zweitens besteht doch ein gravierender Unterschied zwischen den Sprachkenntnissen, die man als Kind über die Muttersprache erlernt und jenen Kenntnissen, die man in der Schule vermittelt bekommt. Jede Deutschprofessorin wird davon zu berichten wissen, dass sie versucht, ihren Schülern &#8220;der wos&#8221; und andere umgangssprachliche Phrasen abzugewöhnen und ihnen die korrekte Grammatik nahezubringen. Wer türkisch nur als gesprochene Sprache kennt, beherrscht die Sprache nicht. Jetzt kann dieser Mensch im Alter von 12, 13, 14 oder 15 Jahren Türkisch als Schulfach wählen und mit 17 oder 18 darin maturieren. Doch was lernt er oder sie dabei, was nicht schon vorher gekonnt wurde? Okay, vielleicht ein paar grammatische Feinheiten, ein paar Vokabel oder ein wenig türkische Literatur. Das Denken über den eigenen Kulturkreis hinaus lernt er oder sie aber sicher nicht. Herr Korecky, Sie widersprechen sich selbst. Davon abgesehen: Wenn man, so wie es die FPÖ und auch die ÖVP in Wahlkampfzeiten regelmäßig vorführt, die eigene Kultur über die Sprache zu definieren sucht, dann liegt es nahe, dass die Sprache selbst kulturelle Merkmale zu transportieren vermag. Die Matura wäre für diese Gruppe von Schülern somit quasi zum Diskontpreis zu haben gegenüber Jugendlichen mit deutscher Muttersprache. Es gibt genug Fächer, in denen man &#8220;billig&#8221; maturieren kann. Natürlich hängt das von den Lehrern ab&#8211;aber Religion und Bildnerische Erziehung sind öfters heiße Kandidaten. Was mich an diesem Argument aber am meisten stört ist dieser Neidreflex: &#8220;Warum sollen&#8217;s die Migranten dabei einfacher haben als die Einheimischen?&#8221; Ja warum nicht? Warum sollte man Jugendlichen, die zu einem größeren Teil aus bildungsfernen Schichten stammen, die teilweise kein perfektes Deutsch als Muttersprache mitbekommen haben und sich anderen widrigen Umständen zu Trotz bis zur AHS-Matura durchgearbeitet haben, nicht ein Fach anbieten, in dem sie Vorteile haben? Warum sollen österreichische Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht die Möglichkeit bekommen, auch jene Sprache zu lernen, in der sie ihren Großeltern einen Brief schreiben können? Warum sollte man den österreichischen Schülerinnen und Schülern nicht die Möglichkeit geben, eine Sprache zu lernen, die von 65 Millionen Leuten in der Nähe Europas als Muttersprache gesprochen wird? Es wird ja niemand dazu gezwungen, Türkisch zu lernen, genauso wie niemand ein Problem damit hat, dass auch Russisch auf der Liste der möglichen zweiten lebenden Fremdsprachen steht! Warum sollten sie nicht die Möglichkeit haben, die Sprache eines Landes zu erlernen, das vor den Toren der EU liegt und für europäische Unternehmen ein bedeutender Zukunftsmarkt ist? Warum nicht? druckerfreundliche Ansicht]]></description>
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		<title>Tot und lebendig: das Erwin-Schrödinger-Institut für mathematische Physik</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 23:32:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eines der vielen unangenehmen Nebenprodukte der heurigen Budgetverhandlungen, die an sich ja schon als verfassungswidrig spät angesetzt bezeichnet wurden, ist die geplante Kürzung der Subventionen für eine ganze Reihe österreichischer außeruniversitärer Forschungsinstitute. Auf der langen Liste, die Anfang November bekannt wurde,  finden sich ein paar allgemein bekannte Institute wie zum Beispiel das Institut für Höhere Studien und Wiss. Forschung - IHS, das Konrad-Lorenz-Forschungsinstitut in Grünau im Almtal und viele nahezu unbekannte Institute. Für besonderes Aufsehen hat die geplante Streichung der Subventionen für das Erwin-Schrödinger-Institut für mathematische Physik gesucht. Das ESI hat es als kleines, aber feines Institut geschafft, in seinem Bereich zu weltweiter Anerkennung zu kommen. In einem Gastkommentar auf der ORF-Wissenschaftsseite zitiert dessen Direktor Klaus Schmidt nicht nur namhafte WissenschaftlerInnen, sondern auch eine Presseaussendung des Wissenschaftsministeriums: Das Erwin-Schrödinger-Institut ist auf dem Gebiet der mathematischen Physik und Mathematik weltweit führend und wurde für Wissenschaftler und Forscher aus der ganzen Welt zu einer wichtigen Forschungs-, aber auch Begegnungsstätte. Dementsprechend groß war der Aufschrei in der wissenschaftlichen Community. Offenbar aber war es von vornherein geplant, die &#8220;guten&#8221; Institute von den &#8220;schlechten&#8221; zu trennen. Der ORF berichtet über die Vorhaben der Ministerin am 16.11.: Ziel Karls ist es, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen verstärkt in bestehende Strukturen wie die Universitäten oder die Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zu integrieren. Dazu bietet die Ministerin nun finanzielle Anreize, primär für den Bereich Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften (GSK). Dumm nur, dass sich die Wissenschaftsministerin in der österreichischen Wissenschaftslandschaft bewegt wie ein Elefant im Porzellanladen: ein paar Zugangsbeschränkungen da, ein paar Budgetkürzungen dort, hier die größten studentischen Proteste seit Jahren, dort ein Versuch, die gerade abgeschafften Studiengebühren wieder einzuführen. Noch dazu ein geerbter Versuch, eine Elite-Uni aufzuziehen&#8211;als Forschungsinstitut. Ist der Ruf erst mal ruiniert, regiert sich&#8217;s wirklich ungeniert. Die internationale PR ist verheerend. Noch dazu, wenn Frau Karl sich mit dem offenbar schon länger davor geplanten Anschluss des Erwin Schrödinger Instituts an die Uni Wien nachträglich noch Sympathiepunkte abholen möchte. Das Journal Science schreibt: The world-renowned Erwin Schrödinger International Institute for Mathematical Physics in Vienna has been rescued from imminent closure after more than two hundred international researchers — including Nobel prizewinners and recipients of the Fields Medal — wrote letters of support to the Austrian government. Das eigentliche Ziel der Ministerin dürfte aber ein anderes sein: Das Ministerium finanziert den Anschluss von ein paar Instituten an Unis oder an die Akademie der Wissenschaften. Dann, wenn dieses Geld weg ist, müssen die Unis wegen der klammen Budgetsituation die Aktivitäten der ehemaligen Forschungsinstitute selbst zusammenkürzen oder einstellen. Das Ministerium aber ist fein raus. druckerfreundliche Ansicht]]></description>
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		<title>Wie viel Arbeit ist ein Uni-Studium?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 08:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der wieder mal aktuellen Bildungsdebatte wird zwischen den Zeilen die Auffassung propagiert, Studieren wäre ohnehin so eine lässige Sache und Studentinnen und Studenten würden ohnehin mehr als genug Freizeit haben. Finanzminister Josef Pröll von der VP argumentierte unlängst in der Presse, &#8220;Man kann doch zur Sanierung des Landes verlangen, dass sich die 24-Jährigen auf eigene Beine stellen.&#8221; Nun, wie zeitaufwändig stellt sich der Gesetzgeber ein Studium vor? Das Universitätsgesetz definiert den Arbeitsaufwand eines Studiums folgendermaßen: (§51 (2) Z26 Universitätsgesetz 2002) Der Umfang der Studien mit Ausnahme der Doktoratsstudien ist im Sinne des Europäischen Systems zur Anrechnung von Studienleistungen (European Credit Transfer System &#8211; ECTS, 253/2000/EG, Amtsblatt Nr. L 28 vom 3. Februar 2000) in ECTS-Anrechnungspunkten anzugeben. Mit diesen Anrechnungspunkten ist der relative Anteil des mit den einzelnen Studienleistungen verbundenen Arbeitspensums zu bestimmen, wobei das Arbeitspensum eines Jahres 1500 Echtstunden zu betragen hat und diesem Arbeitspensum 60 Anrechnungspunkte zugeteilt werden. Die ECTS-Punkte beziffern den gesamten Zeitaufwand, also sowohl die Zeit, die die Lehrveranstaltung selbst in Anspruch nimmt, als auch die Zeit, die fürs Lernen, Schreiben von Seminararbeiten, Lösen von Übungsbeispielen und so weiter aufgewendet werden muss. 1 ECTS-Punkt entspricht somit 25 Arbeitsstunden (1500/60). Das Semester hat zirka 15 Wochen (das nicht mehr gültige Universitäts-Studiengesetz schrieb genau 30 Wochen pro Studienjahr und mindestens 14 pro Semester vor, nunmehr können die Unis das flexibler gestalten). Die Bachelor- und Masterstudienpläne sind so gestaltet, dass auf jedes Semester 30 ECTS kommen (insgesamt 180 ECTS für Bachelor und 120 ECTS für Master). Aus diesen Angaben ergibt sich eine Arbeitszeit von 50 Stunden pro Woche während des Semesters (25*30/15). In Deutschland geht die Kultusministerkonferenz sogar von einem Zeitaufwand von 1800 Stunden pro Jahr aus, das ergäbe 30 Stunden pro ECTS bzw. 60 Stunden pro Woche. Natürlich bleiben in diesen Berechnungen die vorlesungsfreien Zeiten (vor allem im Sommer) unberücksichtigt. Es bleibt aber auch unberücksichtigt, dass viele Studierende mehr Lehrveranstaltungen als vorgeschrieben besuchen und im Sommer ohnehin Ferialjobs haben. druckerfreundliche Ansicht]]></description>
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		<title>Meine Wahlempfehlung für Wien</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 06:00:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn manche Parteien auf Bundesebene und in Wien wieder einmal ins politische Gruselkabinett abtauchen um danach eine Schlacht der grauenhaftesten Fundstücke zu veranstalten, dann steht wieder einmal die Wiener Gemeinderatswahl im Kalender.]]></description>
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		<title>Wofür Wien Geld ausgibt</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 06:00:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In einigen Wochen werden in Wien wieder der Gemeinderat und die Bezirksvertretungen gewählt. Neben der latenten Ausländerthematik wird es wohl wieder die eine oder andere Diskussion zur Verwendung des kommunalen Budgets geben. Aber: wofür gibt die Stadt Wien eigentlich Geld aus? Ein paar Beispiele: Plitsch platsch Die Freibädersaison ist quasi vorbei, aber es gibt ja auch städtische Hallenbäder. 49 Millionen Euro gibt die Stadt Wien aus, um ihren Bewohnern den Sprung ins kühle Nass das ganze Jahr hindurch zu ermöglichen. Knapp über 9 Mio.€ bekommt sie davon von den Wienerinnen und Wienern in Form von Eintrittsgeldern. Weg mit dem Dreck Die Wienerinnen und Wiener achten alle darauf, dass ihre Stadt sauber bleibt&#8211;oder die Straßenreinigung leistet ganze Arbeit. Ich glaube letzteres. 92.493.000 € hat die Stadt Wien im Jahr 2008 für die Straßenreinigung ausgegeben. Dem gegenüber stehen Einnahmen von 10,3 Mio.€. Verwaltungsstrafen Wenn Sie das nächste Mal eine Verwaltungsstrafe zahlen müssen, können Sie diese auch als &#8220;laufende Transferzahlung von einem privaten Haushalt&#8221; bezeichnen. In Summe kamen auf diese Weise 26,1 Mio. € zusammen. Verkehr Die Möglichkeit, tagsüber und nachts fast jeden Winkel der Stadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen zu können lassen sich die Wiener einiges kosten. Die Wiener Linien bekamen 2008 zirka eine Million Euro. Pro Tag. Und dazu noch 260 Millionen Euro für den U-Bahn-Bau, von denen die Hälfte der StaatBund bezahlte. Macht summa summarum 655.249.000 €. Krank? Aber auch die Wiener Linien werden noch übertroffen&#8211;vom Wiener Krankenanstaltenverbund. Im Jahre 2008 stehen den 1.271.831.000 € an Ausgaben Einnahmen von knapp über einer halben Milliarde Euro gegenüber. Häupls Portokasse Im Vergleich dazu machen sich jene 39.000 €, die für Ausgaben im Ermessen des Bürgermeisters verwendet wurden, gering aus. Quelle: Rechnungsabschluss 2008 der Stadt Wien druckerfreundliche Ansicht]]></description>
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		<title>Zum Ergebnis der Landtagswahlen im Burgenland</title>
		<link>http://imrich.net/2010/06/zum-ergebnis-der-landtagswahlen-im-burgenland/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 13:42:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Normalerweise sind Landtagswahlen ja eine recht fade Angelegenheit und werden oft als nicht viel mehr als ein Polit-Barometer angesehen, sofern es nicht gerade darum geht, dass eine Partei die absolute Mehrheit verlieren könnte, wie es eben letzten Sonntag im Burgenland geschehen ist (die SPÖ hat diese um 1,74% verpasst). Die Liste Burgenland (LBL), die erstmals kandidiert hat, schaffte mit knapp über 4% auf Anhieb den Sprung in den Landtag. Das Wahlergebnis hat aber auch ein paar kuriose Eigenheiten, die durch das Verfahren zur Ermittlung der Mandate entstanden sind: Hätte die LBL eine einzige Stimme weniger erhalten, hätte sie weniger als 4% und wäre nicht im Landtag vertreten. Das Mandat wäre im sogenannten zweiten Ermittlungsverfahren der FPÖ zugeteilt worden. Hätten die SPÖ, FPÖ, ÖVP und Grüne insgesamt 15 oder mehr zusätzliche Stimmen, wäre die LBL ebenfalls nicht im Landtag vertreten und die FPÖ freute sich über ein zusätzliches Mandat. (Zum Beispiel hätte die SPÖ im Wahlkreis sieben 500 zusätzliche Stimmen erringen können, das Mandat wäre trotzdem an die FPÖ gegangen.) Angesichts dieses Ergebnisses ist es umso verwunderlicher, dass sich die LBL in einer Art politischen Suizids um eine Anfechtung der Wahl bemüht, die FPÖ, die durch eine Neuauszählung der Stimmen quasi nur gewinnen kann, aber bloß die Stimmen der LBL neu auszählen lassen möchte. Übrigens: Wer die Berechnung des Wahlergebnisses anhand meiner Exceltabelle selbst nachvollziehen möchte, möge das bitte als Kommentar schreiben. druckerfreundliche Ansicht]]></description>
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		<title>e-Voting: Abschied mit Freude</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 18:55:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Über das vom Wissenschaftsministerium unter Johannes Hahn begonnene e-Voting-Projekt bei den Hochschülerschaftswahlen habe ich hier in diesem Blog schon kritisch berichtet (e-Voting und die ÖH-Wahlen, e-Voting, die zweite, ÖH-Wahlen: Zum Start, Besser wählen mit Bürgerkarte, ÖH-Wahlen: Wie geht’s weiter?). Umso mehr freut es mich, dass Hahns Nachfolgerin Beatrix Karl sich dazu entschlossen hat, das e-Voting-Projekt nicht mehr weiterzuführen. In einem Interview, das sie dem Standard Anfang April gegeben hat, kommt zwar klar hervor, dass sie die demokratischen Defizite in der Umsetzung des e-Voting-Systems nicht kapiert hat (&#8220;Es gibt keine Sicherheitsbedenken.&#8220;, &#8220;&#8230;vom System her hat es ja funktioniert.&#8220;), aber man kann sich ja mal über das Ergebnis freuen. Wer möchte, kann den ÖVP-freundlichen Evaluationsbericht, von dem die Rede ist, von der Seite des e-Voting-Kompetenzzentrums herunterladen, dessen ehemaliger Leiter (laut Hahn ein unabhängiger Experte) jetzt für die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft arbeitet (Bericht dazu).   druckerfreundliche Ansicht]]></description>
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		<title>Zum Frühlingsbeginn</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 14:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der heutige Frühlingsbeginn hat offenbar die APA (Austria Presse Agentur) und die RedakteurInnen aller großen österreichischen Onlinemedien auf dem falschen Fuß erwischt: Der Standard schreibt Astronomisch leitete den Lenz die &#8220;Tag und Nacht&#8221;-Gleiche ein. Sie tritt auf der Nordhalbkugel heuer um exakt 18.32 Uhr ein. Die Sonne erreicht dabei ihre mittlere Bahn. Tag und Nacht sind &#8211; wie der Name schon sagt &#8211; gleich lang. Man kann sich nun zu Recht die Frage stellen, wie denn die Astronomie feststellen kann, dass die Tagundnachtgleiche exakt um 18.32 Uhr eintritt. Das geht natürlich gar nicht. Die Sonne bewegt sich um 18.32 Uhr (mitteleuropäischer Zeit, wohlgemerkt) durch den Frühlingspunkt, in dem sich die Sonnenbahn (Ekliptik) und der Himmelsäquator kreuzen. Diesen Zeitpunkt bezeichnet man auch als Frühlingsäquinoktium. Vereinfacht gesagt wechselt die Sonne also von der Südhalbkugel der Erde auf die Nordhalbkugel. Die Tage und Nächte sind dabei nur ungefähr gleich lang, weil die tatsächliche Länge des Tages durch ein paar andere Einflussgrößen mitbestimmt wird und sich die Sonne weiterbewegt. So weit, so gut. Das war noch halbwegs richtig. Der Standard schreibt weiter Tage werden länger Alle, denen das Sonnenlicht in den Wintermonaten gefehlt hat, können jetzt aufatmen: Ab heute werden die Tage immer heller sowie länger und die Nächte kürzer. Das ist vollkommener Schwachsinn! Schon seit der Wintersonnenwende am 21. Dezember werden die Tage länger und die Nächte kürzer. Der Höhepunkt wird am 21. Juni erreicht, wenn die Sonne in ihrer höchsten Bahn steht und erst nach 16 Stunden und fünf Minuten untergeht. Ab dieser Sommersonnenwende kehrt sich der Trend wieder um und die Tage werden kürzer. (APA) Der Kurier verzapft den selben Blödsinn wie der Online-Standard: Eine Freude für Frühaufsteher und Liebhaber heller Abende: Ab dem 20. März werden die Sonnenstunden mehr, die Tage immer länger und die Nächte kürzer. Abgesehen davon: Für die Zahl der Sonnenstunden (i.e., Stunden, in denen die Sonne an einem bestimmten Ort tatsächlich zu sehen ist),  ist immer noch das Wetter verantwortlich! Die Kleine Zeitung legt exakt denselben Frühlings-Fehlstart hin: Tage werden länger Alle, denen das Sonnenlicht in den Wintermonaten gefehlt hat, können jetzt aufatmen: Ab Samstag werden die Tage immer heller sowie länger und die Nächte kürzer. Dass man in der Kronen Zeitung genau denselben Schmarrn findet wundert mich nicht: Alle, denen das Sonnenlicht in den Wintermonaten gefehlt hat, können jetzt aufatmen: Ab heute werden die Tage immer länger und die Nächte kürzer. Die Presse begeht genau denselben Fehler, Eine Freude für Frühaufsteher und Liebhaber heller Abende: Ab dem 20. März werden die Sonnenstunden mehr, die Tage immer länger und die Nächte kürzer. und erwähnt-wie einige andere Medien auch-die astronomische Definition von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, die aber mit der Tag- und Nachtgleiche nichts zu tun haben. Ganz allgemein geht die Sonne an diesem Tag laut dem Astronomischen Büro um exakt 5.58 Uhr auf und um 18.07 unter. Gemessen werden der erste und der letzte Sonnenstrahl &#8211; sprich das Erscheinen und Verschwinden des obersten Sonnenrandes am mathematischen Horizont. (Wenn man den Tag so definiert ist er zum Zeitpunkt des Äquinoktiums bereits zirka drei bis vier Minuten länger als die Nacht, weil für das Äquinoktium der Mittelpunkt der Sonnenscheibe ausschlaggebend ist, hier aber die Ränder der Sonnenscheibe verwendet werden.) Einzig und alleine die Wiener Zeitung hat eine richtige, sinnvolle Beschreibung des Frühlingsbeginns in einem auch sonst lesenswerten Artikel: Astronomisch beginnt er auf der Nordhalbkugel der Erde mit dem Zeitpunkt der Tag-und-Nacht-Gleiche im März, der fast identisch mit jenem ist, zu dem die Sonne den Himmelsäquator von Süden nach Norden überschreitet. Heute, Samstag, um 18.32 Uhr Mitteleuropäischer Zeit erreicht sie den Frühlingspunkt (auch Widderpunkt). Der Frühling endet am Tag mit der kürzesten Nacht, wenn die Sonne über dem nördlichen Wendekreis im Zenit steht, heuer folglich am 21. Juni um 13.28 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit. Fazit Von sechs österreichischen Zeitungen mit Online-Ableger schaffte es genau eine einzige, einen faktisch richtigen Bericht über ein astronomisches Ereignis zu publizieren, das verlässlich jedes Jahr eintritt. Die anderen fünf haben alle offenbar einen Bericht der APA übernommen und leicht umgeschrieben, ohne auf den offensichtlichen Fehler aufmerksam zu werden. Zu guter Letzt eine Warnung der Redaktion der Tageszeitung &#8220;Österreich&#8221;: &#8220;Morgen explodiert der Frühling.&#8221; Update (18:21): Der Standard hat mittlerweile die Formulierung geändert. druckerfreundliche Ansicht]]></description>
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		<title>ÖH-Wahlen: Wie geht&#8217;s weiter?</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 12:59:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Laut einem Bericht des Standard müssen die ÖH-Wahlen an der Universität Wien und eventuell auch an der Uni Salzburg wiederholt werden, weil zumindest eine der vielen Anfechtungen der Wahl Erfolg hatte. Ich habe schon einiges zu den letzten ÖH-Wahlen und dem e-Voting-Desaster berichtet: e-Voting und die ÖH-Wahlen e-Voting, die zweite ÖH-Wahlen: Zum Start Wie geht es nun weiter? Die Bundeswahlkommission verständigt die wahlwerbenden Gruppen an der Uni Wien (also die Fraktionen). Diese haben nun zwei Wochen Zeit, um beim Wissenschaftsminister (oder vielleicht bald Wissenschaftsministerin) gegen die Entscheidung der Wahlkommission zu berufen. Wenn dies nicht geschieht, wird die Entscheidung mit Ende der Frist rechtskräftig.  Sobald die Entscheidung der Wahlkommission rechtskräftig ist, muss die Wahl wiederholt werden (an der Uni Wien). Dabei kommt §60 der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftswahlordnung 2005 (im Folgenden HSWO 2005) zur Anwendung: Wahlwiederholung § 60. (1) Ist auf Grund eines Einspruches wegen Verletzung der Bestimmungen über das Wahlverfahren die Wiederholung einer Wahl notwendig, so ist diese Wahl innerhalb von 60 Tagen ab der Rechtskraft der Entscheidung durchzuführen. Lehrveranstaltungsfreie Zeiten und die Zulassungsfristen sind in diesen Zeitraum nicht einzurechnen. (2) Die Wahlwiederholung für Wahlen von Universitätsvertretungen und Studienvertretungen ist jeweils in einer Woche von Dienstag bis Donnerstag durchzuführen. Die Abhaltung der Wahlwiederholung während der lehrveranstaltungsfreien Zeit und innerhalb der Zulassungsfristen ist unzulässig. Die Wahltage sind nach Anhörung der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaften an den Universitäten von der Bundesministerin oder dem Bundesminister durch Verordnung festzulegen. (3) Der Wahlwiederholung liegen die zur aufgehobenen Wahl zugelassenen Wahlvorschläge zugrunde, soweit diese nicht spätestens am achten Tag vor der Wahl zurückgezogen werden. Die Einbringung und Zulassung von neuen Wahlvorschlägen auch neuer wahlwerbender Gruppen ist zulässig. Der von der jeweiligen wahlwerbenden Gruppe bei den aufgehobenen Wahlen eingebrachte Wahlvorschlag gilt als zurückgezogen, wenn der neue Wahlvorschlag von der Wahlkommission zugelassen wird. (4) Wird die Entscheidung über die Aufhebung der Wahl erst im letzten Viertel der Funktionsperiode rechtskräftig, entfällt die Wahlwiederholung und die Organe haben ihre Funktion bis zum Ablauf der Funktionsperiode weiter auszuüben. (5) Diese Bestimmungen gelten auch für die Kandidaturen für Wahlen der Studienvertretungen. (6) Wird die Wahl zur Bundesvertretung an einer Universität für ungültig erklärt, so ist diese Wahl umgehend zu wiederholen. Absatz 4 wird selbstverständlich nicht zur Anwendung kommen, da die Funktionsperiode der ÖH-Organe zwei Jahre lang ist. Ob Absätze 5 und 6 momentan relevant sind weiß ich nicht, das hängt nicht zuletzt von der Entscheidung der Wahlkommission ab. Interessant ist Absatz 3: Im Gegensatz zu einer reinen Wiederholung der Wahl dürfen auch neue wahlwerbende Gruppierungen Wahlvorschläge einbringen. Ein Wahlvorschlag enthält unter anderem eine Liste der Kandidatinnen und Kandidaten einer wahlwerbenden Gruppe und muss mit Unterstützungserklärungen eingebracht werden. Die Zahl der notwendigen Unterstützungserklärungen ist abhängig davon, wie viele Studierende von dem zu wählenden Organ (Universitätsvertretung) vertreten werden&#8211;bei 65000 Wahlberechtigten sind 150 Unterstützungserklärungen (von wahlberechtigten Studierenden) notwendig (§26 HSWO, Formulare zu Kandidatur und Unterstützungserklärungen in Anhang 2 und 3). Es wäre also durchaus möglich, dass #unsereuni und #unibrennt einen eigenen Wahlvorschlag einbringen und damit an der Uni Wien kandidieren. Bis zur tatsächlichen Wiederholung der Wahl wird es allerdings noch einige Zeit dauern-auch wenn die Entscheidung der Bundeswahlkommission im Dezember rechtskräftig wird. Da die Wahl nicht innerhalb der Zulassungsfrist, nicht während der lehrveranstaltungsfreien Zeit und jedenfalls von Dienstag bis Donnerstag durchgeführt werden muss, kommen Jänner und Februar quasi nicht in Frage. Eine interessante Frage ist, ob bei der Wahlwiederholung das oft kritisierte e-Voting-System und das ebenso undurchsichtige Wahladministrationssystem (unter anderem für die Auswertung der gesamten Wahl) wieder zur Anwendung kommen wird. Zurverfügungstellung des elektronischen Wahlsystems und Wahladministrationssystems § 61. Das von der Bundesministerin oder dem Bundesminister zur Verfügung gestellte und gewartete elektronische Wahlsystem sowie das Wahladministrationssystem haben den Vorgaben von § 34 und § 39 HSG 1998 zu entsprechen und sind zu verwenden. Vorgezogene Stimmabgabe § 62. Den Wahlberechtigten an Universitäten ist die Stimmabgabe mittels E-Voting in Form einer vorgezogenen Stimmabgabe zu ermöglichen. Das elektronische Wahlsystem ist durchgehend von 08:00 Uhr am achten Tag bis 18:00 Uhr am vierten Tag vor dem ersten Wahltag für die Stimmabgabe mittels EVoting für die Wahlberechtigten verfügbar. Dieser Zeitraum kann durch eine Unterbrechung gemäß § 48 längstens bis 24:00 Uhr am vierten Tag vor dem ersten Wahltag verlängert werden. Wer weiß, vielleicht gibt es ja demnächst eine eilig erlassene Novelle der HSWO, die ohne die Paragraphen zum e-Voting auskommt? Vielleicht besinnt man sich eines besseren und nützt die Bürgerkarte so, wie man sie zu den EU-Wahlen verwenden kann. druckerfreundliche Ansicht]]></description>
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