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	<title>imrich.net &#187; Universität</title>
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		<title>Waren Neanderthaler sexy?</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 02:36:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute möchte ich euch wieder einmal einen sehr tollen TED Talk vorstellen. Was die frühen modernen Menschen über die Neanderthaler dachten, können wir nur vermuten. Allerdings hilft uns &#8220;Kommissar DNS&#8221; dabei, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Homo sapiens und Homo neanderthalensis zu entdecken. Der schwedische Biologe und Mediziner Svante Pääbo, einer der Begründer der Paläogenetik, spricht in diesem faszinierenden TED-Talk darüber. Allen, die gerne mehr darüber lesen würden, sei dieses Paper in der Zeitschrift Science ans Herz gelegt, das praktischerweise gratis im Volltext verfügbar ist: A Draft Sequence of the Neanderthal Genome, Green et al., Science 328 (2010) S. 710-722 Nebenbei sei noch angemerkt, dass Svante Pääbo in Wien vor nicht allzu langer Zeit einen öffentlichen Vortrag im Rahmen der Wiener Vorlesungen bei einem Symposium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zum Darwin-Jahr 2009 gehalten hat, von dem es (leider nur) einen Audiomitschnitt gibt. Wenn ihr bis hierher gelesen habt interessiert es auch wahrscheinlich auch, dass am 11. Oktober ab 17:15 das 6. Wiener Nobelpreisträgerseminar bei freiem Eintritt im Festsaal des Rathauses stattfindet. Diesmal sind vier Träger des Physiknobelpreises eingeladen: Albert Fert (Nobelpreis 2007), Theodor W. Hänsch (2005), Gerard &#8216;t Hooft (1999) und George F. Smoot (2006). Auch die nächste TEDx-Konferenz naht: TEDx Vienna findet am 22. Oktober 2011 statt. Da ich gerne dabei wäre, nehme ich mit diesem Beitrag an der TEDx-Blogparade teil und hoffe, dass ich ein Ticket gewinne. &#160; print]]></description>
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		<title>Wie man die ÖH-Wahlen manipuliert</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 11:17:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(derStandard.at hat diesen Artikel mit meiner Zustimmung übernommen.) Vom 24. bis 26. Mai sind wieder die Hochschülerschaftswahlen. Alle Studierenden sind dazu aufgerufen, zwei der vier Ebenen der ÖH direkt zu wählen. Auf der Ebene der Studienvertretungen darf jeder mehrere Personen namentlich wählen. Für die Ebene der Universitätsvertretung gilt ein Listenwahlrecht, man wählt also zum Beispiel den VSStÖ, die AG oder die GRAS. Natürlich kann man die Wähler durch Wahlkampf gewinnen, was die Fraktionen auf der UV-Ebene auch machen. Auf der Ebene der Studienvertretungen bietet sich aber eine andere Variante an-ich nenne sie die legale Wahlmanipulation. So geht&#8217;s: Unser wunderbares ÖH-Wahlrecht bietet jedem Studenten die Möglichkeit, in allen seinen Studienrichtungen die Studienvertretungen zu wählen. Praktischerweise kann man in Österreich nahezu beliebig viele Studienrichtungen an allen möglichen Unis belegen. Eine Ausnahme: man darf dieselbe Studienrichtung nicht an mehreren verschiedenen Unis gleichzeitig studieren. Praktischerweise läuft das dann so ab, dass manche VertreterInnen und SympathisantInnen von wahlwerbenden Gruppen links und rechts  sich als wahre studentische Multitasker erweisen und die drei Wahltage nützen, um ein Wahllokal nach dem anderen abzuklappern und dort die Stv-KandidatInnen zu wählen, die von einer Gruppierung unterstützt werden. Als normaler Student oder auch als Kandidat erkennt man diese Leute daran, dass sie zwar den expliziten Willen haben, für Studienrichtung A zu wählen, aber oft den Weg zum Wahllokal der Studienrichtung A, das ganz zentral eingerichtet ist und den StudentInnen der Studienrichtung A auf jeden Fall bekannt sein müsste, nicht alleine finden. Die Wahlbeobachter und Mitglieder der Unterkommission der Wahlkommission erkennen diese Leute daran, dass der Platz im Studentenausweis für die Stempel der verschiedenen Wahlkommissionen kaum ausreicht. Gerüchten zufolge werden manchmal auch mehrere Unis in mehreren Städten abgeklappert. Tatsächlich hatte ich auch einmal die Möglichkeit, die Statistik einer Studienrichtung einzusehen, in der man sehr genau erkennen konnte, dass sich in den Sommersemestern mit ÖH-Wahlen bedeutend mehr Studierende neu für diese Studienrichtung angemeldet hatten als in den anderen Sommersemestern. Kann man auf diese Art das Ergebnis merklich beeinflussen? Ja, man kann. Manche kleinere Studienvertretungen haben vielleicht insgesamt 500 Wahlberechtigte. Bei den üblichen 20-30% Wahlbeteiligung bedeutet das, dass die sehr beliebten KandidatInnen froh sein können, wenn sie über 100 Stimmen bekommen. Beispielsweise 30 zusätzliche Stimmen machen da einen großen Unterschied&#8211;für eine Basisgruppe oder eine andere Organisation sind die aber einfach aufzutreiben. Und nun zur Königsdisziplin: Nicht immer ist es einfach, eine sinnvolle Anzahl an KandidatInnen (je nach Stv 3-5)  aus den StudentInnen einer Studienrichtung zu rekrutieren. Damit man nicht nur eine oder zwei Personen auf dem Wahlvorschlag hat stellt man dann einfach Leute auf, die irgendwas anderes studieren, denn schließlich bekommt man ja ohnehin die Stimmen der eigenen FraktionswählerInnen und ein paar echte WählerInnen wird man wohl durch Cocktails und andere Goodies oder durch &#8220;Wir sind die Guten&#8221;-Wahlpropaganda davon überzeugen können, dass-als frei erfundenes Beispiel-eine Studentin der Medienwissenschaften super die Interessen von Mathematikstudierenden vertreten kann. &#160; print]]></description>
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		<title>Tot und lebendig: das Erwin-Schrödinger-Institut für mathematische Physik</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 23:32:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eines der vielen unangenehmen Nebenprodukte der heurigen Budgetverhandlungen, die an sich ja schon als verfassungswidrig spät angesetzt bezeichnet wurden, ist die geplante Kürzung der Subventionen für eine ganze Reihe österreichischer außeruniversitärer Forschungsinstitute. Auf der langen Liste, die Anfang November bekannt wurde,  finden sich ein paar allgemein bekannte Institute wie zum Beispiel das Institut für Höhere Studien und Wiss. Forschung - IHS, das Konrad-Lorenz-Forschungsinstitut in Grünau im Almtal und viele nahezu unbekannte Institute. Für besonderes Aufsehen hat die geplante Streichung der Subventionen für das Erwin-Schrödinger-Institut für mathematische Physik gesucht. Das ESI hat es als kleines, aber feines Institut geschafft, in seinem Bereich zu weltweiter Anerkennung zu kommen. In einem Gastkommentar auf der ORF-Wissenschaftsseite zitiert dessen Direktor Klaus Schmidt nicht nur namhafte WissenschaftlerInnen, sondern auch eine Presseaussendung des Wissenschaftsministeriums: Das Erwin-Schrödinger-Institut ist auf dem Gebiet der mathematischen Physik und Mathematik weltweit führend und wurde für Wissenschaftler und Forscher aus der ganzen Welt zu einer wichtigen Forschungs-, aber auch Begegnungsstätte. Dementsprechend groß war der Aufschrei in der wissenschaftlichen Community. Offenbar aber war es von vornherein geplant, die &#8220;guten&#8221; Institute von den &#8220;schlechten&#8221; zu trennen. Der ORF berichtet über die Vorhaben der Ministerin am 16.11.: Ziel Karls ist es, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen verstärkt in bestehende Strukturen wie die Universitäten oder die Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zu integrieren. Dazu bietet die Ministerin nun finanzielle Anreize, primär für den Bereich Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften (GSK). Dumm nur, dass sich die Wissenschaftsministerin in der österreichischen Wissenschaftslandschaft bewegt wie ein Elefant im Porzellanladen: ein paar Zugangsbeschränkungen da, ein paar Budgetkürzungen dort, hier die größten studentischen Proteste seit Jahren, dort ein Versuch, die gerade abgeschafften Studiengebühren wieder einzuführen. Noch dazu ein geerbter Versuch, eine Elite-Uni aufzuziehen&#8211;als Forschungsinstitut. Ist der Ruf erst mal ruiniert, regiert sich&#8217;s wirklich ungeniert. Die internationale PR ist verheerend. Noch dazu, wenn Frau Karl sich mit dem offenbar schon länger davor geplanten Anschluss des Erwin Schrödinger Instituts an die Uni Wien nachträglich noch Sympathiepunkte abholen möchte. Das Journal Science schreibt: The world-renowned Erwin Schrödinger International Institute for Mathematical Physics in Vienna has been rescued from imminent closure after more than two hundred international researchers — including Nobel prizewinners and recipients of the Fields Medal — wrote letters of support to the Austrian government. Das eigentliche Ziel der Ministerin dürfte aber ein anderes sein: Das Ministerium finanziert den Anschluss von ein paar Instituten an Unis oder an die Akademie der Wissenschaften. Dann, wenn dieses Geld weg ist, müssen die Unis wegen der klammen Budgetsituation die Aktivitäten der ehemaligen Forschungsinstitute selbst zusammenkürzen oder einstellen. Das Ministerium aber ist fein raus. print]]></description>
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		<title>Wie viel Arbeit ist ein Uni-Studium?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 08:00:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der wieder mal aktuellen Bildungsdebatte wird zwischen den Zeilen die Auffassung propagiert, Studieren wäre ohnehin so eine lässige Sache und Studentinnen und Studenten würden ohnehin mehr als genug Freizeit haben. Finanzminister Josef Pröll von der VP argumentierte unlängst in der Presse, &#8220;Man kann doch zur Sanierung des Landes verlangen, dass sich die 24-Jährigen auf eigene Beine stellen.&#8221; Nun, wie zeitaufwändig stellt sich der Gesetzgeber ein Studium vor? Das Universitätsgesetz definiert den Arbeitsaufwand eines Studiums folgendermaßen: (§51 (2) Z26 Universitätsgesetz 2002) Der Umfang der Studien mit Ausnahme der Doktoratsstudien ist im Sinne des Europäischen Systems zur Anrechnung von Studienleistungen (European Credit Transfer System &#8211; ECTS, 253/2000/EG, Amtsblatt Nr. L 28 vom 3. Februar 2000) in ECTS-Anrechnungspunkten anzugeben. Mit diesen Anrechnungspunkten ist der relative Anteil des mit den einzelnen Studienleistungen verbundenen Arbeitspensums zu bestimmen, wobei das Arbeitspensum eines Jahres 1500 Echtstunden zu betragen hat und diesem Arbeitspensum 60 Anrechnungspunkte zugeteilt werden. Die ECTS-Punkte beziffern den gesamten Zeitaufwand, also sowohl die Zeit, die die Lehrveranstaltung selbst in Anspruch nimmt, als auch die Zeit, die fürs Lernen, Schreiben von Seminararbeiten, Lösen von Übungsbeispielen und so weiter aufgewendet werden muss. 1 ECTS-Punkt entspricht somit 25 Arbeitsstunden (1500/60). Das Semester hat zirka 15 Wochen (das nicht mehr gültige Universitäts-Studiengesetz schrieb genau 30 Wochen pro Studienjahr und mindestens 14 pro Semester vor, nunmehr können die Unis das flexibler gestalten). Die Bachelor- und Masterstudienpläne sind so gestaltet, dass auf jedes Semester 30 ECTS kommen (insgesamt 180 ECTS für Bachelor und 120 ECTS für Master). Aus diesen Angaben ergibt sich eine Arbeitszeit von 50 Stunden pro Woche während des Semesters (25*30/15). In Deutschland geht die Kultusministerkonferenz sogar von einem Zeitaufwand von 1800 Stunden pro Jahr aus, das ergäbe 30 Stunden pro ECTS bzw. 60 Stunden pro Woche. Natürlich bleiben in diesen Berechnungen die vorlesungsfreien Zeiten (vor allem im Sommer) unberücksichtigt. Es bleibt aber auch unberücksichtigt, dass viele Studierende mehr Lehrveranstaltungen als vorgeschrieben besuchen und im Sommer ohnehin Ferialjobs haben. print]]></description>
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		<title>e-Voting: Abschied mit Freude</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 18:55:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Über das vom Wissenschaftsministerium unter Johannes Hahn begonnene e-Voting-Projekt bei den Hochschülerschaftswahlen habe ich hier in diesem Blog schon kritisch berichtet (e-Voting und die ÖH-Wahlen, e-Voting, die zweite, ÖH-Wahlen: Zum Start, Besser wählen mit Bürgerkarte, ÖH-Wahlen: Wie geht’s weiter?). Umso mehr freut es mich, dass Hahns Nachfolgerin Beatrix Karl sich dazu entschlossen hat, das e-Voting-Projekt nicht mehr weiterzuführen. In einem Interview, das sie dem Standard Anfang April gegeben hat, kommt zwar klar hervor, dass sie die demokratischen Defizite in der Umsetzung des e-Voting-Systems nicht kapiert hat (&#8220;Es gibt keine Sicherheitsbedenken.&#8220;, &#8220;&#8230;vom System her hat es ja funktioniert.&#8220;), aber man kann sich ja mal über das Ergebnis freuen. Wer möchte, kann den ÖVP-freundlichen Evaluationsbericht, von dem die Rede ist, von der Seite des e-Voting-Kompetenzzentrums herunterladen, dessen ehemaliger Leiter (laut Hahn ein unabhängiger Experte) jetzt für die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft arbeitet (Bericht dazu).   print]]></description>
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		<title>ÖH-Wahlen: Wie geht&#8217;s weiter?</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 12:59:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Laut einem Bericht des Standard müssen die ÖH-Wahlen an der Universität Wien und eventuell auch an der Uni Salzburg wiederholt werden, weil zumindest eine der vielen Anfechtungen der Wahl Erfolg hatte. Ich habe schon einiges zu den letzten ÖH-Wahlen und dem e-Voting-Desaster berichtet: e-Voting und die ÖH-Wahlen e-Voting, die zweite ÖH-Wahlen: Zum Start Wie geht es nun weiter? Die Bundeswahlkommission verständigt die wahlwerbenden Gruppen an der Uni Wien (also die Fraktionen). Diese haben nun zwei Wochen Zeit, um beim Wissenschaftsminister (oder vielleicht bald Wissenschaftsministerin) gegen die Entscheidung der Wahlkommission zu berufen. Wenn dies nicht geschieht, wird die Entscheidung mit Ende der Frist rechtskräftig.  Sobald die Entscheidung der Wahlkommission rechtskräftig ist, muss die Wahl wiederholt werden (an der Uni Wien). Dabei kommt §60 der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftswahlordnung 2005 (im Folgenden HSWO 2005) zur Anwendung: Wahlwiederholung § 60. (1) Ist auf Grund eines Einspruches wegen Verletzung der Bestimmungen über das Wahlverfahren die Wiederholung einer Wahl notwendig, so ist diese Wahl innerhalb von 60 Tagen ab der Rechtskraft der Entscheidung durchzuführen. Lehrveranstaltungsfreie Zeiten und die Zulassungsfristen sind in diesen Zeitraum nicht einzurechnen. (2) Die Wahlwiederholung für Wahlen von Universitätsvertretungen und Studienvertretungen ist jeweils in einer Woche von Dienstag bis Donnerstag durchzuführen. Die Abhaltung der Wahlwiederholung während der lehrveranstaltungsfreien Zeit und innerhalb der Zulassungsfristen ist unzulässig. Die Wahltage sind nach Anhörung der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaften an den Universitäten von der Bundesministerin oder dem Bundesminister durch Verordnung festzulegen. (3) Der Wahlwiederholung liegen die zur aufgehobenen Wahl zugelassenen Wahlvorschläge zugrunde, soweit diese nicht spätestens am achten Tag vor der Wahl zurückgezogen werden. Die Einbringung und Zulassung von neuen Wahlvorschlägen auch neuer wahlwerbender Gruppen ist zulässig. Der von der jeweiligen wahlwerbenden Gruppe bei den aufgehobenen Wahlen eingebrachte Wahlvorschlag gilt als zurückgezogen, wenn der neue Wahlvorschlag von der Wahlkommission zugelassen wird. (4) Wird die Entscheidung über die Aufhebung der Wahl erst im letzten Viertel der Funktionsperiode rechtskräftig, entfällt die Wahlwiederholung und die Organe haben ihre Funktion bis zum Ablauf der Funktionsperiode weiter auszuüben. (5) Diese Bestimmungen gelten auch für die Kandidaturen für Wahlen der Studienvertretungen. (6) Wird die Wahl zur Bundesvertretung an einer Universität für ungültig erklärt, so ist diese Wahl umgehend zu wiederholen. Absatz 4 wird selbstverständlich nicht zur Anwendung kommen, da die Funktionsperiode der ÖH-Organe zwei Jahre lang ist. Ob Absätze 5 und 6 momentan relevant sind weiß ich nicht, das hängt nicht zuletzt von der Entscheidung der Wahlkommission ab. Interessant ist Absatz 3: Im Gegensatz zu einer reinen Wiederholung der Wahl dürfen auch neue wahlwerbende Gruppierungen Wahlvorschläge einbringen. Ein Wahlvorschlag enthält unter anderem eine Liste der Kandidatinnen und Kandidaten einer wahlwerbenden Gruppe und muss mit Unterstützungserklärungen eingebracht werden. Die Zahl der notwendigen Unterstützungserklärungen ist abhängig davon, wie viele Studierende von dem zu wählenden Organ (Universitätsvertretung) vertreten werden&#8211;bei 65000 Wahlberechtigten sind 150 Unterstützungserklärungen (von wahlberechtigten Studierenden) notwendig (§26 HSWO, Formulare zu Kandidatur und Unterstützungserklärungen in Anhang 2 und 3). Es wäre also durchaus möglich, dass #unsereuni und #unibrennt einen eigenen Wahlvorschlag einbringen und damit an der Uni Wien kandidieren. Bis zur tatsächlichen Wiederholung der Wahl wird es allerdings noch einige Zeit dauern-auch wenn die Entscheidung der Bundeswahlkommission im Dezember rechtskräftig wird. Da die Wahl nicht innerhalb der Zulassungsfrist, nicht während der lehrveranstaltungsfreien Zeit und jedenfalls von Dienstag bis Donnerstag durchgeführt werden muss, kommen Jänner und Februar quasi nicht in Frage. Eine interessante Frage ist, ob bei der Wahlwiederholung das oft kritisierte e-Voting-System und das ebenso undurchsichtige Wahladministrationssystem (unter anderem für die Auswertung der gesamten Wahl) wieder zur Anwendung kommen wird. Zurverfügungstellung des elektronischen Wahlsystems und Wahladministrationssystems § 61. Das von der Bundesministerin oder dem Bundesminister zur Verfügung gestellte und gewartete elektronische Wahlsystem sowie das Wahladministrationssystem haben den Vorgaben von § 34 und § 39 HSG 1998 zu entsprechen und sind zu verwenden. Vorgezogene Stimmabgabe § 62. Den Wahlberechtigten an Universitäten ist die Stimmabgabe mittels E-Voting in Form einer vorgezogenen Stimmabgabe zu ermöglichen. Das elektronische Wahlsystem ist durchgehend von 08:00 Uhr am achten Tag bis 18:00 Uhr am vierten Tag vor dem ersten Wahltag für die Stimmabgabe mittels EVoting für die Wahlberechtigten verfügbar. Dieser Zeitraum kann durch eine Unterbrechung gemäß § 48 längstens bis 24:00 Uhr am vierten Tag vor dem ersten Wahltag verlängert werden. Wer weiß, vielleicht gibt es ja demnächst eine eilig erlassene Novelle der HSWO, die ohne die Paragraphen zum e-Voting auskommt? Vielleicht besinnt man sich eines besseren und nützt die Bürgerkarte so, wie man sie zu den EU-Wahlen verwenden kann. print]]></description>
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		<title>Einige Gedanken zur aktuellen Situation an den Universitäten</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 01:51:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen wurde ich (als ehemaliger Studierendenvertreter) öfters nach meiner Meinung zu den aktuellen Besetzungen und Demonstrationen an den Universitäten in Österreich und im gesamten deutschen Sprachraum gefragt. Hier sind einige Gedanken zu den verschiedenen Aspekten der Proteste-in loser Folge: Aus einer rein taktischen Sicht ist es sinnvoll, das Audimax zu besetzen. Über diese Aktion und über die große Demo wurde in allen nationalen und in vielen internationalen Medien berichtet (z.B. schon recht früh in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung). In den vergangenen Jahren hat es kaum eine Demo geschafft, so viel mediale Aufmerksamkeit zu generieren. Wenn mir jemand zu Beginn gesagt hätte, wie viele verschiedene Unis sich an #unibrennt beteiligen würden und wie lange die Sache andauern würde, hätte ich das für ausgeprochen utopisch gehalten. Es war besonders in den ersten Tagen und Wochen ausgesprochen sinnvoll, einen Livestream zu betreiben. Dadurch können sich Personen, die einen besetzten Hörsaal nicht betreten würden, ein Bild von der Situation und der politischen Stimmung machen. JournalistInnen und MitdemonstrantInnen können die Ereignisse mitverfolgen, ohne dort sein zu müssen. Über die Schäden wurde von der Presse falsch berichtet. Die Uni Wien ging ursprünglich von einem Schaden zwischen 50.000 bis 100.000 Euro aus. Diese Summe enthielt auch Kosten für Bewachung und anderes. In der Berichterstattung klang es so, als ob Sachschäden in dieser Höhe entstanden sind, das ist nicht richtig. Die Uni-Verwaltung dachte wohl an finanziellen Schaden. Ein demokratischer Staat muss dazu bereit sein, die Kosten, die den Universitäten und der Polizei durch die Proteste entstehen, zu tragen, sofern die Proteste friedlich verlaufen. Es wäre ausgesprochen bedenklich, eine Demonstration zu untersagen, weil der Polizei dadurch Kosten entstünden. Es ist mir unklar, wie es die Studierenden in Deutschland tolerieren können, dass besetzte Hörsäle auf Anweisung der Universitätsleitungen von der Polizei geräumt werden. Die Unis müssen ein Ort bleiben, an dem die freie Meinungsäußerung geschätzt und geachtet wird. Die Lage der Studierenden ist in den vielen verschiedenen Studienrichtungen der Universität Wien extrem unterschiedlich. Manche von den BesetzerInnen kritisierten Dinge betreffen viele Studierende der Uni Wien nur in geringem Maße oder gar nicht. Demnach ist es auch kein Wunder, dass die Bereitschaft der Studierenden, an den Demonstrationen teilzunehmen, von Studienrichtung zu Studienrichtung unterschiedlich ist. Basisdemokratie ist ein Hund. Für die BesetzerInnen hat sich das Prinzip Basisdemokratie&#8211;alle Entscheidungen werden im Plenum getroffen&#8211;vorerst bewährt. Gespräche mit Vertretern der Politik werden schwierig&#8211;und zwar für beide Seiten. Johannes Hahn und Werner Faymann wollen sich natürlich nicht in einen besetzten Hörsaal begeben, weil sie dort nur verlieren können. Das bleibt eine Sache für OppositionspolitikerInnen. Für ein Treffen mit Vertretern der Bundesregierung müssen die BesetzerInnen also VertreterInnen nominieren, diese mit einem großen Maß an Entscheidungsspielraum auszustatten und hoffen, dass das Verhandlungsergebnis danach auch vom Plenum akzeptiert wird. Wenn das nicht möglich ist, werden auch die Verhandlungen scheitern. Die ÖH ist eigentlich nicht umsonst da. Es ist eigentlich eine ihrer Aufgaben, als Vermittlerin zwischen der Politik oder der Universitätsverwaltung und den Studierenden aufzutreten. Daher haben sowohl das Rektorat als auch Johannes Hahn den Kontakt zu den Studierenden über die ÖH gesucht-diesmal eben mehr oder weniger vergeblich. Die ÖH versucht, sich mehr in die Sache einzubringen, das kann aber nicht davon ablenken, dass die ÖH im Vorfeld ziemlich versagt hat. Die Medien. Es hat mich überrascht, dass die Medienberichterstattung überwiegend positiv ausfällt. Natürlich gibt es den einen oder anderen negativen Ausreißer, wie etwa den Leitartikel des Profil vor ca. zwei Wochen oder einige manipulative Bilder in der Kronen Zeitung. Social Media ist angekommen. #unibrennt profitierte enorm von einer schnellen, niederschwelligen, breiten Kommunikation über facebook und Twitter. Die Videoplattfrom UStream hat sich auch bewährt. Blogs und Onlinemedien (vor allem derstandard.at) haben besser und schneller berichtet als es die klassischen Zeitungen konnten. print]]></description>
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