Im Test: BenQ ScreenBar

Zwei Aspekte sind mir auf einem Schreibtisch besonders wichtig: gute Beleuchtung und genügend Platz. Daher habe ich sofort „ja“ gesagt, als mir BenQ anbot, eines seiner neueren Produkte zum Testen zur Verfügung zu stellen.

Das Ding, das mit vollem Namen BenQ ScreenBar e-Reading lamp* heißt, ist eine LED-Lichtleiste, die an der Oberkante eines PC-Bildschirms befestigt wird. Sie wurde mit dem Ziel konstruiert, den Schreibtisch vor dem Bildschirm gut auszuleuchten, ohne zu blenden und ohne störende Reflexionen auf dem Monitor zu verursachen.

Der Aufbau der Leuchte ist mit wenigen Handgriffen erledigt: Die Lichtleiste wird in die Halterung geschoben, die dann auf der Oberkante des Monitors aufgesetzt wird. Die Stromversorgung erfolgt über ein USB-Kabel. Die Lampe benötigt einen USB-Anschluss oder ein Netzteil, das bei 5V mindestens 1A liefert. BenQ rät dazu, einen USB-Anschluss des Computers zu verwenden, ich nicht.

In der Halterung sitzt ein Gegengewicht, das auf der Rückseite des Monitors aufliegt und dank einer gummierten Oberfläche daran haftet. Die Leiste ist in der Halterung um die horizonale Achse drehbar – man kann quasi einstellen, wie weit nach vorne die Lampe leuchtet.

Die Halterung wird einfach auf den Monitor geklippt

Die Lichtleiste enthält 90 LEDs, je 45 in warm- und kaltweiß. Das Gehäuse besteht aus einer schwarz anodisierten Aluminiumlegierung, der Clip aus Kunststoff. Insgesamt macht die Lampe einen wertigen, gut verarbeiteten Eindruck.
An der Oberseite der Lichtleiste befinden sich vier berührungempfindliche Buttons. Normalerweise bin ich kein Fan von Bedienelementen, die kein taktiles Feedback geben, aber hier haben die Designer gut mitgedacht: dadurch, dass man keine Kraft auf die Buttons ausüben muss, muss man die Leiste bei der Bedienung auch nicht festhalten.

Blick auf die Bedienelemente der Lichtleiste

Die Farbtemperatur der Lampe lässt sich auf acht verschiedene Farbtemperaturen zwischen 6500 Kelvin (Tageslicht) und 2700 K (weiches, warmes Weiß) einstellen. Die Helligkeit lässt sich dank 15 Stufen beinahe kontinuierlich regeln. Die Lampe verfügt außerdem über einen Helligkeitssensor an der Oberseite der Lampe und einen automatischen Dimmodus. Der funktioniert laut BenQs Website folgendermaßen: „Unter normalen Umständen erzeugt der automatische Dimmmodus bis zu 500 Lux. In einem schwach beleuchteten Raum (unter 50 Lux) stellt die Lampe die Beleuchtung automatisch auf 300 Lux ein und verhindert alle Unannehmlichkeiten, die durch starke Lichtkontraste verursacht werden können.“ Der Dimmmodus lösst sich durch Knopfdruck aktivieren. Eine kleine grüne LED (die nicht stört) zeigt an, dass er aktiv ist.

Die grüne LED zeigt an, dass der automatische Dimmodus aktiv ist

Die Anforderungen für Büroarbeitsplätze sehen vor, dass die Beleuchtungsstärke, gemessen auf Tischhöhe, zwischen 300 Lux (Ablegen, Kopieren) und 500 Lux (Schreiben, Lesen, Datenverarbeitung) beträgt. Diese Anforderungen erfüllt die Lampe sicher. Außerdem gibt BenQ an, dass die LEDs auf ihren Anteil an blauem Licht getestet wurden und als risikofrei bewertet wurden. Auch gut zu wissen, vor allem, wenn man mehrere Stunden täglich am PC arbeitet.

Ein Teil der LEDs

Der Dimmmodus funktioniert, könnte aber nach meinem Geschmack die Lampe abends bei der Verwendung in einem schwach beleuchteten Raum noch stärker dimmen. Ich fände es toll, wenn ich die Wirkung des Dimmmodus selbst einstellen könnte.

Die Lampe ist so designt, dass sie weder blendet noch zu Reflexionen im Monitor führt. Ich habe meinen Monitor so justiert, dass seine Oberkante in etwa auf meiner Augenhöhe ist. Natürlich habe ich dann die Lampe so eingestellt, dass ich nicht ins helle Innere sehe. Es lässt sich dann nicht vermeiden, dass die Lampe die kleinen Staubteilchen, die sich unweigerlich auf der Oberfläche des Bildschirms ansammeln, anleuchtet. Zeigt der Schirm ein helles oder stark strukturiertes Bild an, fallen sie überhaupt nicht auf, auf einem dunklen Hintergrund aber doch. Abhilfe: putzen — oder den Monitor ein bisschen tiefer stellen.

Neben der getesteten Lampe bietet BenQ noch weitere Versionen an: bei der ScreenBar Plus* sind die Bedienelemente auf einem Puck vereint, den man auf dem Schreibtisch platzieren kann. (Ob man 30€ mehr zahlen möchte, um ein weiteres Ding auf dem Schreibtisch liegen zu haben, muss man selbst wissen.) Die ScreenBar Lite* ist kleiner und kann auf Laptopbildschirme geklippt werden.

Die getestete Variante der BenQ ScreenBar ist dafür geeignet, einen rechteckigen Schreibtisch, auf dem der Monitor einigermaßen zentral steht, gut auszuleuchten. Eine weitere Lampe wäre dann nicht unbedingt erforderlich. Ich selbst sitze oft abends am PC und habe dann die Raumbeleuchtung abgeschaltet. Damit der Kontrast zwischen dem Monitor und der Wand dahinter nicht zu groß wird, habe ich an der Rückseite des Monitors ein paar kurze, weiße LED-Leisten angebracht, die die Wand anstrahlen.

Mehr Infos:
ScreenBar bei Amazon*
ScreenBar Produktbeschreibung
Technische Daten der ScreenBar
Ergonomische Tipps für Bildschirmarbeitsplätze

Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliatelinks. Du unterstützt das Blog, indem Du über sie etwas bestellst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.