Skeptiker geben sich die Kugel(n)

Unter dem Motto „Homöopathie: Nichts drin-nichts dran!“ beteiligen sich auch heuer wieder einige österreichische Wissenschaftler und Skeptiker an der internationalen 10:23 Challenge. Dabei werden sie wie viele andere Leute auf allen sieben Kontinenten der Erde versuchen, sich durch eine Überdosis eines homöopathischen Medikaments gröbere gesundheitliche Schäden zuzufügen.

Aller Voraussicht nach wird dieser Versuch wie jedes Jahr grandios scheitern und alle werden sich danach bester Gesundheit erfreuen.

Warum? Weil homöopathische Medikamente so weit verdünnt sind, dass von den ursprünglichen Wirkstoffen nichts mehr übrig ist.

Ein homöopathisches Heilmittel, dass die Verdünnung– „Potenzierung“– C1 aufweist, enthält 1/100 des ursprünglichen Wirkstoffs. Die wirklich „potenten“ Homöopathika wurden aber schrittweise stärker verdünnt: ein Heilmittel mit Potenzierung C12 besteht nur mehr zu 0,00000000000000000000001% (=1 x 10-24) aus dem ursprünglichen Wirkstoff.

C1: 1/100
C2: 1/100 x 1/100 = (1/100)2 = 1 x 10-4

C11: (1/100)11 =  1 x 10-22
C12: (1/100)12= 1 x 10-24

Zum Vergleich: Der gesamte Wasserkreislauf der Erde enthält zirka 1,386 x 1021 Liter Wasser. Hand aufs Herz: Sie haben sicher im Urlaub mal einen Liter ins Meer gepinkelt. Wenn sie nun ein Glas Leitungswasser trinken, trinken Sie quasi Pipi C11 oder Pipi C12.

Die 10:23 Aktion der Wiener Skeptiker findet am Samstag, 5.2.2011 um 10:23 am Stephansplatz in Wien 1 statt.

Für die 10:23 Challenge war die Avogadro-Konstante NA=6,022 x 1023 namensgebend. Sie gibt an, wie viele Atome oder Moleküle sich in einer bestimmten Menge eines Stoffes (1 Mol, das sind zum Beispiel 18 Gramm Wasser) befinden.
18g eines C11-potenzierten Homöopathikums enthalten dann mit ein bisschen Glück gerade ein Molekül des ursprünglichen Wirkstoffs (und um Größenordnungen mehr Verunreinigungen, die bei der Produktion hinzugekommen sind).

The La Pavoni after the modification

Modding a La Pavoni Europiccola Espresso machine

I’m switching to English for this post as it will reach a larger audience that way.

The La Pavoni after the modification
The La Pavoni after the modification

If you have a La Pavoni Europiccola from the 1990s or later, it is probably equipped with a combination of a red switch and a green light (see the pictures). The green light is wired in parallel to the heating element and lights up whenever the water is being heated. When the correct pressure for brewing espresso is reached, the green light goes off. The red switch does not light up.

What bothered me was that the only visual way of distinguishing between the two states „switched on and ready“ and „switched off“ was the position of the switch. This is quite easy to overlook.

The La Pavoni Europiccola espresso machine has a few quirks which are regularly being discussed in forums, one of them being that the machine overheats readily if it is left on for an extended amount of time and runs dry, causing the thermofuse or the heating element to break.

So I decided to take the machine apart and investigate whether it would be possible to install a power light inside the red portion of the switch. Upon disassembling the switch, I found that the switch does already contain a small light, but was assembled incorrectly. Also, the switch has an extra connector for the lamp which was not wired to anything. So I set out to change that…

How to connect a power light inside the La Pavoni Europiccola espresso machine Mehr lesen

Toshiba AC100

Toshiba AC100 Review

Vor einigen Tagen hatte ich die Gelegenheit, im Rahmen des BarCamp Vienna das Toshiba AC100 ein kurzes Wochenende lang zu testen. Hier der Testbericht.

Toshiba selbst bezeichnet das AC100 als Cloud Companion, ich würde eher Webbook oder Netbook dazu sagen. Die Besonderheit des AC100 ist es, dass auf dem Gerät kein gewöhnliches Betriebssystem zum Einsatz kommt, sondern das hauptsächlich von Google für Smartphones entwickelte Android OS. Der Hersteller meint, das AC100 sei „funktional wie ein Smartphone, bequem zu bedienen wie ein Netbook„.

Toshiba AC100
Toshiba AC100 bei der Morgengymnastik

Hardware

Unter der Haube des AC100 werkelt ein NVIDIA Tegra Mobile Web Prozessor, der sich praktischerweise auch gleich um die Grafik kümmert-schließlich ist das ja jenes Gebiet, in dem NVIDIA brilliert. Zu den inneren Werten gehören auch 512 MB Arbeitsspeicher und eine 8GB große Solid State Disk.

Die Hardware ist durchaus ansprechend. Beim ersten Griff fällt auf, wie leicht und dünn das AC100 ist. Das ganze Gerät bringt magere 870g auf die Waage und ist mit 26,2 x 19 x 1,4-2,1 cm kleiner als ein A4-Blatt. Das rautenförmige Muster auf der Oberseite greift sich angenehm an und zieht im Gegensatz zu den glänzenden Lackierungen anderer Netbooks Kratzer nicht magisch an. Kleine Spaltmaße zeugen von einer sehr guten Verarbeitung.

Toshiba hat dem AC100 eine deutsche Tastatur mit angenehmem Tippgefühl verpasst, bei der aber leider die rechte Umschalttaste zu klein geraten ist und die Caret-Taste (^) einen Platz neben der Leertaste eingenommen hat. In der obersten Tastenreihe stößt man statt auf F-Tasten auf seltsame Symbole.
Die Maus wird über ein kleines Trackpad gesteuert.

Die Akkulaufzeit wird vom Hersteller mit „bis zu 8 Stunden“ angegeben, dies konnte ich nicht testen. Erfreulich ist es, dass das Gerät sehr schnell in den Standby-Modus wechseln kann und auch sehr schnell wieder aufwacht. Auch das Hochfahren geht dank SSD extrem flott vor sich.

Das AC100 kann mit einem 25,7 cm (10,1″) großen 16:9-Display mit 1024 x 600 Pixel aufwarten. Angesichts der Größe ist die Auflösung in Ordnung. Die glänzende Bildschirmoberfläche stört mich nicht. An der oberen Kante des Displays befindet sich eine  Webcam, deren Bildqualität allerdings äußerst enttäuschend ist.

Für den Sound sorgen zwei kleine Lautsprecher, die an der Unterseite des Geräts angebracht sind und dieses bei voller Lautstärke ordentlich zum Vibrieren bringen. Die Tonqualität entspricht den Erwartungen, die man an ein kleines Notebook stellt: nicht ganz grauslich, aber auch nicht exzellent.

Anschlussfreudig zeigt sich das AC100 mittels eines USB-Ports, eines Mini-USB-Anschlusses (zum Verbinden mit einem PC), eines SD-Card-Slots und einem bei diesen Geräten seltenen HDMI-Anschluss für Bildschirme und Fernsehgeräte. In der getesteten, teureren Version findet noch zusätzlich eine SIM-Karte für den mobilen Internetzugang Platz. Die Tatsache, dass das Ding nur einen USB-Port hat, stört mich nicht; wer aber gerne eine Maus und einen USB-Stick gleichzeitig verwenden möchte, muss einen USB-Hub verwenden.

Im Test ist mir überraschend positiv aufgefallen, dass das AC100 direkt vom USB-Stick Full-HD-Videos ruckelfrei abspielen kann, etwas, das ein um einiges leistungsstärkeres Netbook von Dell nicht schaffte.

Betriebssystem und Software

Das Betriebssystem Android und Toshibas Anpassungen an das Netbook können leider der tollen Hardware nicht gerecht. Es wird an vielen Stellen offensichtlich, dass das System für die Bedienung per Touchscreen und vier Tasten auf einem Smartphone mit einem vergleichsweise kleinen Bildschirm entwickelt wurde. Dadurch sind viele Dinge unnötig kompliziert zu bedienen. Beispielsweise muss man in Opera (Browser) zuerst mühsam mit der Maus auf einen Knopf klicken bevor man eine Liste der offenen Browser-Tabs sehen kann, obwohl der Bildschirm genug Platz für eine Auflistung der offenen Tabs böte. Auf der anderen Seite gibt es einige Dinge, die man ausschließlich per Tastatur tun kann (Zurück, Home, Übersicht, …). Besonders nervig ist die Tatsache, dass man nicht mittels der Tabulatortaste zwischen Formularfeldern springen kann.

Toshiba hat das Gerät mit der Möglichkeit versehen, Apps aus dem Camangi Market herunterzuladen, der auf Apps für Android Tablets spezialisiert ist und derzeit nur eine sehr kleine Auswahl an Software hat. Insbesondere glaube ich, dass man sich dabei schwer tun wird, einen voll funktionsfähigen Editor für Microsoft Office- und OpenOffice/LibreOffice zu finden. Nichtmal Firefox ist im Camangi Market vertreten. Der gewöhnliche Android Market ist für das AC100 laut anderen Reviews nicht zugänglich, das konnte ich aber in der begrenzten Zeit nicht testen.

Der Internetzugang über das 3G-Mobilnetz funktioniert gut, allerdings fragt das Gerät jedes Mal, wenn es aus dem Standby geweckt wird, nach dem PIN. Beim Surfen stört der mobile Browser, der unter anderem auch nicht mit der Anmeldung bei Twitter zurecht kam.

Ubuntu auf dem AC100?

Gerwin Sturm hat dem Gerät auf dem BarCamp einen neuen Bootloader verpasst und Ubuntu Netbook Edition von einer SD-Card aus gebootet. Ubuntu erweist sich als ressourcenhungriger und läuft daher nicht so schnell wie Android, ist aber durchaus brauchbar, wenn man davon absieht, dass derzeit noch keine Soundtreiber verfügbar sind. Ein „leichteres“ linuxbasiertes Betriebssystem mit einem einfachen Window Manager wäre sicher eine bessere Wahl als Android.

Fazit

Toshibas HardwaredesignerInnen haben ganze Arbeit geleistet und ein Gerät entworfen, das leicht, ausdauernd und angenehm zu verwenden ist. Die Softwareleute haben Android draufgespielt und gehofft, dass niemand draufkommt, wie schlecht es passt.

Links

Danke an

Bild: Toshiba Deutschland

PS: Ich habe eines der 10 im Test verwendeten AC100 gewonnen. Dieses wird also nicht mein letzter Post zu diesem Thema sein!

Die Sonne am 4.1.2011 um 9:25 von Wien aus gesehen

Die partielle Sonnenfinsternis am 4.1.2011

Zum Jahresbeginn erwartet uns am 4. Jänner 2011 eine partielle Sonnenfinsternis, die von Mitteleuropa aus gut zu beobachten sein wird (sofern das Wetter mitspielt).

Die Daten für Wien:

Sonnenaufgang: 07:45 MEZ
Beginn der Finsternis: 08:03
Maximum: 09:25 (dann ist die Sonne zu 70,6% bedeckt)
Ende: 10:53

Die Sonne am 4.1.2011 um 9:25 von Wien aus gesehen
Die verfinsterte Sonne am 4.1.2011 um 9:25 von Wien aus gesehen

Um die Sonnenfinsternis gefahrlos beobachten zu können, möchte ich euch dringend raten, eine Sonnenfinsternisbrille zu verwenden. Diese Brillen kosten nicht die Welt (ca. 2€) und schützen die Augen zuverlässig vor Schäden.
Wer ein optisches Gerät (Fotoapparat, Fernglas, Fernrohr) zur Beobachtung der Sonne verwenden möchte, muss dazu unbedingt einen passenden Sonnenfilter (oft in Form einer Sonnenfilterfolie) im Fachhandel erwerben.

Nicht in Wien?

Westlich einer Linie zwischen Salzburg und Prag (ungefähr) ist die Sonne bereits bei Sonnenaufgang verfinstert, im Osten Österreichs beginnt die Finsternis um 8:00+/-4min. Das Maximum wird zwischen 9:15 und 9:25 erreicht, das Ende der Finsternis liegt zwischen 10:40 und 10:55.

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