Kontakt- und kartenlos zahlen mit Android-Smartphones und SEQR

Kontakt- und kartenlos zahlen mit Android-Smartphones und SEQR

Es ist ein paar Jahre her, seit ich mich hier im Blog das letzte Mal mit einem kontaktlosen Zahlungsverfahren beschäftigt habe. Damals – 2012 – ging es um ein System der Firma Paybox, das in wenigen Shops getestet wurde und nicht so recht funktioniert hat.

In der Zwischenzeit hat sich die kontaktlose Zahlung per Bankomatkarte durchgesetzt. Der neuere Trend ist das Zahlen mit dem NFC-fähigen Handy. Ein paar österreichische Banken bieten – in einer eher kleinkarierten Lösung – die Möglichkeit, eine virtuelle Bankomatkarte in eine App am Smartphone zu laden. Die dazu notwendigen SIM-Karten lassen sich die Netzbetreiber aber leider per Tarif-Zusatzpaket gut bezahlen. Dazu kommt noch die Kartengebühr einer Bankomatkarte. Daher ist diese Variante für mich nicht besonders attraktiv.

Vor einigen Tagen bin ich dank dieses Blogposts auf ein Angebot der schwedischen Firma Seamless namens SEQR gestoßen. Sie bietet eine Art virtuelle MasterCard an, die ohne eine spezielle SIM auskommt. Um SEQR zu verwenden, lud ich die App aus dem Play Store herunter. Nach der Eingabe der üblichen persönlichen Daten und der IBAN bat mich die App, Fotos von Vorder- und Rückseite eines Ausweisdokuments zu machen. Innerhalb von vielleicht zehn Minuten war der Ausweis überprüft und ich konnte loslegen.

Als Neukunde steht mir bei SEQR ein Einkaufsrahmen von 75€ zur Verfügung. Eine Woche später wird der Betrag per SEPA-Lastschrift vom Konto eingezogen und der Einkaufsrahmen wieder aufgefüllt. Nach drei erfolgreichen Lastschriften erhöht SEQR angeblich den Einkaufsrahmen auf 750€ und bucht schneller ab.

Zum Bezahlen ruft man die SEQR-App auf, tippt auf den Tap & Pay-Knopf und hält das Handy zum Terminal. Ich habe das bei verschiedenen Terminals ausprobiert und es hat fast immer beim ersten Versuch funktioniert. Der eigentliche Bezahlvorgang geht sehr schnell. Da ich aber das Handy vorher entsperren muss, dauert die Zahlung ein bisschen länger als eine „normale“ Zahlung mit Bankomatkarte.

Bankomatterminal-Zeichnung mit Handy

SEQR bietet offenbar auch ein Zahlungssystem an, bei dem der Kunde einen QR-Code neben der Kassa scannt. Da niemand bei uns dieses System verwendet, ist der dazugehörige Teil der App nutzlos. Es wäre sinnvoll, die Tap & Pay-Funktionalität auf den ersten Bildschirm der App zu legen und ein Widget für den Startbildschirm anzubieten. Bei der Einrichtung setzt man zwar einen SEQR-PIN-Code, dieser wird aber beim Verwenden von Tap & Pay nicht von vornherein abgefragt. Man benötigt ihn nur bei Zahlungen über 25€: das Terminal fragt nach einem weiteren PIN, den man erst erfährt, nachdem man in der App den SEQR-PIN eingegeben hat. Daher muss man die Sicherheitseinstellungen des Smartphones entsprechend rigide wählen.

Fazit: Das Zahlungsverfahren ist praktisch. Die Anmeldung und die Abbuchung per Einziehungsauftrag sind kundenfreundlich. Die App funktioniert, könnte aber eine Umgestaltung vertragen.

 

Huawei TalkBand B2 im Test

Huawei TalkBand B2 im Test

Ich wollte schon seit längerem einmal einen Fitness-Tracker ausprobieren, daher bin ich auf das Angebot, das Huawei TalkBand B2 für einige Tage auszuprobieren, gerne eingestiegen. Im Gegensatz zu reinen Fitnesstrackern (Fitbit etc.) kann man das Gerät auch als Headset zum Telefonieren verwenden.

Die Hardware

Das Gerät selbst hat ein Gehäuse aus Kunststoff und Metall mit einem kleinen Touchscreen, einem Schwarz-Weiß-OLED-Display und einem einzigen Bedienknopf. An der Rückseite befindet sich der Ohrhörer und ein Micro-USB-Port zum Aufladen des Akkus. Das Talkband ist wassergeschützt nach IP57: Händewaschen ist kein Problem, solange man das Gerät nachher abtrocknet, schwimmen gehen oder Duschen sollte man damit aber nicht. Das Talkband kann sich durch Vibrieren bemerkbar machen.

Das Armband besteht aus einer Halterung aus Metall (Aluminium?) zum Einklipsen des Geräts und einem auswechselbaren Kunststoffband.

Der Akku hielt im Test etwa drei Tage. Weiterlesen

Im Test: Philips PicoPix 3614 Taschenbeamer

Im Test: Philips PicoPix 3614 Taschenbeamer

PicoPix (9)Wenn ich mir ein neues elektronisches Gerät ansehe, stelle ich mir gerne die Frage „Für wen und für welche Anwendungen ist das gemacht?“

Oft gibt es darauf eine recht eindeutige Antwort—ein e-Reader richtet sich an Leute, die gerne und viel lesen, ein Fitnesstracker an HobbysportlerInnen, und so weiter. Bei manchen Geräten ist das nicht der Fall, und das kann durchaus interessant und spannend sein, weil sich neue Möglichkeiten und Anwendungsbereiche ergeben.

Der Philips PicoPix 3614 LED Beamer, den ich testen durfte, fällt in die zweitere Kategorie.

Zum Gerät selbst

Touchpad mit LED-Leiste, Fokussierrad
Touchpad mit LED-Leiste, Fokussierrad

Der PicoPix hat eine Auflösung von 854 x 480 Pixel, die er mit einem Abbildungsverhältnis von 16:9 und einer normierten Leuchtkraft von 140 Lumen auf die Leinwand bringt.

Bedient werden kann der Beamer wahlweise über ein Touchpad an der Oberseite, eine kleine Fernbedienung oder eine Smartphone-App, die unter anderem das Touchpad simuliert.

Als Betriebssystem verwendet der Beamer eine recht alte Version von Android (2.3.1). Dank des eingebauten Li-Ionenakkus kann man das Gerät auch ohne Stromversorgung 1-2 Stunden lang verwenden, allerdings mit leicht reduzierter Bildhelligkeit.

Wer sich übrigens erwartet, dass ein LED-Beamer komplett geräuschlos ist, liegt falsch: Die LED muss durch einen kleinen Ventilator gekühlt werden.

Mit einer Größe von 10,5 x 10,5 x 3,15 cm ist der Beamer angenehm kompakt und passt in jede Tasche. Weiterlesen

Microsoft Surface Pro 3 im Test

Microsoft Surface Pro 3 im Test

Vor ziemlich genau 1 1/4 Jahren habe ich an dieser Stelle über Microsofts erstes Tablet aus der „Surface Pro“-Reihe gebloggt–und dabei neben viel Gutem auch ein paar Kritikpunkte gefunden. Mittlerweile gibt es am Markt das zweite Nachfolgemodell, und somit auch einen Grund, einmal nachzusehen, was verbessert wurde. Microsoft hat mir dazu ein Surface Pro 3 mit Tastatur (Type Cover) für ein paar Tage zur Verfügung gestellt.

Surface Pro 3 (4) Weiterlesen