Im Test: BenQ ScreenBar

Im Test: BenQ ScreenBar

Zwei Aspekte sind mir auf einem Schreibtisch besonders wichtig: gute Beleuchtung und genügend Platz. Daher habe ich sofort „ja“ gesagt, als mir BenQ anbot, eines seiner neueren Produkte zum Testen zur Verfügung zu stellen.

Das Ding, das mit vollem Namen BenQ ScreenBar e-Reading lamp* heißt, ist eine LED-Lichtleiste, die an der Oberkante eines PC-Bildschirms befestigt wird. Sie wurde mit dem Ziel konstruiert, den Schreibtisch vor dem Bildschirm gut auszuleuchten, ohne zu blenden und ohne störende Reflexionen auf dem Monitor zu verursachen.

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Test: Panorama 2 – Okulare von Omegon

Test: Panorama 2 – Okulare von Omegon

Einer der angenehmen Nebeneffekte dieses Blogs ist es, dass ich immer wieder mal die Möglichkeit bekomme, Produkte für ein paar Wochen kostenlos zu testen. Diesmal geht es um zwei recht spezielle Dinge, die aber die astronomisch interessierten Leser des Blogs interessieren werden: Okulare für Fernrohre.

Die Firma Omegon hat mir zwei Okulare aus ihrer „Panorama 2“-Serie zum Testen geschickt. Der Name kommt nicht von ungefähr: diese Okulare haben ein großes Eigengesichtsfeld von 100° und werden daher auch als Ultra-Weitwinkelokulare bezeichnet. Dabei gibt’s ein kleines sprachliches Problem: aus der Fotografie kennen wir „Weitwinkel“ als Gegenteil zu „Tele“ und verbinden es mit der Brennweite – ein Weitwinkelobjektiv liefert eine schwächere Vergrößerung als ein Teleobjektiv. Hier aber geht’s rein um das Eigengesichtsfeld: Wer in ein gewöhnliches Weitwikelokular blickt, hat beispielsweise ein Eigengesichtsfeld von 70° und sieht rundherum den Rand des Bildes. Die 100° Eigengesichtsfeld führen dazu, dass man den Rand des Bildes beim normalen Gebrauch nicht sieht. Erst wenn man „auf die Seite schaut“ kann man den Bildrand erkennen. Das gesamte Bild hat in etwa die doppelte Fläche des Bildes in einem 70°-Okular.

Ein 20mm-Okular mit 70° Gesichtsfeld zeigt bei gleicher Vergrößerung einen kleineren Bildauschnitt…
…als ein 20mm-Okular mit 100° Gesichtsfeld. In diesem sieht man den Rand nur, wenn man wirklich auf die Seite schaut.

Die beiden Okulare sind solide gefertigt und machen einen guten Eindruck. Angenehm hervorzuheben ist, dass die beiden getesteten Modelle aus der Serie einen Augenabstand von 20mm bzw. 19,7mm (beim 10mm-Okular) haben und daher auch für Brillenträger gut geeignet sind. Die Augenmuschel ist bei Bedarf ausklappbar. Die Massen von 375g (10mm) bzw. 705g (21mm) sind mit denen ähnlich großer Okulare vergleichbar.

Auf den beiden Wiener Volkssternwarten verwenden wir derzeit hauptsächlich Okulare aus der SMC-XW-Serie von Pentax. Bei deren Wahl spielte seinerzeit der Augenabstand (ebenso 20mm) eine Rolle, ebenso deren Robustheit.

Für den Gebrauch auf den Sternwarten hat mich vor allem das 21mm-Okular von Omegon mit 2-Zoll-Anschluss überzeugt. Es lieferte nicht nur angenehm größere, sondern auch am Rand schärfere Bilder als das dort vorhandene Pentax 20mm-1,25 Zoll-Okular. Die beiden großen Refraktoren (3m bzw. 3,5m Brennweite) gelangen mit einem 10mm-Okular je nach Wetter schon an die Grenze der sinnvollen Vergrößerung. Das macht es schwieriger, die Optik des 10mm-Okulars mit 1,25 Zoll-Anschluss zu beurteilen. Ich bin aber ziemlich sicher, dass diese der Optik des 21mm-Okulars um nichts nachsteht.

Einen Testbericht, der genauer auf die technischen Aspekte eingeht, findet ihr hier.

Im nächsten astronomischen Blogpost habe ich hoffentlich wieder die Gelegenheit, euch das eine oder andere Astrofoto zu zeigen. Bis dahin wünsche ich euch einige schöne, klare Nächte!

Hinweis: Die Okulare wurden von der Firma Omegon für einen begrenzten Zeitraum kostenlos zur Verfügung gestellt.

Im Test: HP Instant Ink

Im Test: HP Instant Ink

Vor einiger Zeit suchte ich nach einem Scanner mit automatischem Vorlageneinzug. Scanner scheinen heutzutage in zwei Varianten erhältlich zu sein: sauteure Geräte, die für die kommerzielle Verwendung gedacht sind und in einem Affenzahn scannen können, und Geräte, an denen ein Drucker dranhängt. Letztere Variante kam mir nicht ganz ungelegen: ich hatte einen Farblaserdrucker daheim, der zwar solide gebaut war, aber trotz einer neuen Bildtrommel verschmierte Ausdrucke produzierte.

Ich gehöre nicht zu jenen, die gerne alles mögliche ausdrucken und auf Papier lesen. Bis zu einem gewissen Grad ist mir Papier ein Dorn im Auge. Es liegt oft herum und verlangt danach, sortiert und abgelegt oder weggeworfen zu werden. Ein Ordner mit PDFs lässt sich viel einfacher durchsuchen als ein Aktenordner. Dennoch gibt es hin und wieder etwas, das ich auf Papier haben muss oder möchte – und das dann möglichst schnell.

(Ergänzung vom 10.2.2019 siehe unten)

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Kurztest: Bird Elektro-Tretroller

Kurztest: Bird Elektro-Tretroller

Seit vergangenem Samstag stehen in Wien etwa hundert Elektrominiscooter des US-amerikanischen Anbieters Bird, die man per App unkompliziert mieten kann. Eine Probefahrt.

Die App kann man im Play Store oder im App Store herunterladen. Die Registrierung ist angenehm unkompliziert: ich musste nicht einmal meinen Namen angeben. Die Kreditkartennummer gibt man nicht gleich, sondern vor der ersten Fahrt ein.

Die Roller stehen von ca. 7 Uhr früh bis ca. 9 Uhr abends zur Verfügung. In der Nacht werden sie eingesammelt, aufgeladen und wieder ausgesetzt. (Ich bin gespannt, ob diese Vorgehensweise verhindert, dass zu viele Roller im Donaukanal landen.) In der App sieht man ihre Positionen und dabei fällt auf, dass sich die Roller in der Früh nur in den inneren Bezirken befinden. Gegen Abend bewegen sich dann manche Roller auch mal in die Gebiete jenseits des Gürtels. No-Go-Zonen sind in der App derzeit nicht zu sehen.

Die App zeigt die Standorte der Roller an. Allerdings war der erste, den ich verwenden wollte, nirgendwo zu finden. Es gibt die Möglichkeit, einen gesuchten Roller über einen Knopf in der App läuten zu lassen, aber auch das half nicht. Hat man einen gefunden, scannt man den QR-Code von dessen Lenker oder gibt den daneben stehenden Code ein und die Fahrt beginnt.

An das Fahren mit dem Roller habe ich mich binnen ein paar dutzend Metern eingestellt. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist, dass der Elektromotor erst übernehmen möchte, nachdem man zwei- oder dreimal mit dem Fuß angetaucht hat. Danach kann man den Fuß auf dem Trittbrett lassen. Der Miniscooter erreichte eine angenehme Geschwindigkeit, mit der ich mich noch sicher fühlte.

Fahren sollte man in etwa dort, wo man auch mit einem Fahrrad fahren würde – also nicht am Gehsteig, sondern am Radweg oder auf der Fahrbahn. Handzeichen zum Abbiegen zu geben funktioniert allerdings nur bedingt, denn dazu müsste man mit der rechten Hand den Gashebel loslassen. Ob die Roller auf Wiens leider häufig unterdimensionierten Radwegen zum Problem werden, wird sich noch zeigen.

Am Ende der Fahrt soll man den Roller möglichst bei einem Radständer abstellen, also in jenem Bereich eines Gehsteigs, in dem auch Stadtmobiliar steht und in dem der Roller möglichst niemandem im Weg ist. Die App verlangt auch nach einem Foto des Gefährts am Abstellort.

Die Fahrt mit den Bird Miniscootern kostet derzeit 1€ pro Fahrt plus 15 Cent pro Minute. Damit ist Bird pro Kilometer ein bisschen günstiger als die Carsharinganbieter Car2Go und DriveNow, aber immer noch  vergleichsweise teuer. Wer sich mit der Idee spielt, mit einem Elektrominiscooter in die Arbeit zu pendeln, ist wohl besser beraten, sich einen eigenen um etwa 430€ zu kaufen, denn das sollte sich nach etwa einem halben Jahr rentieren.

An ein paar Stellen kann Bird sicher noch nachbessern: Die Scooter zählen laut Medienberichten als E-Bikes, aber sie sind nicht mit jenen Reflektoren ausgestattet, die für Fahrräder vorgeschrieben sind. Was mir auch auffällt, ist, das ich von Bird keine Rechnung bekommen habe. Zugegeben: anfangen könnte ich damit ohnehin nichts.

Das Nokia 3310 im Test

Das Nokia 3310 im Test

Das Nokia 3310 aus dem Jahr 2000. (CC-BY-SA Multicherry)

Das neue 3310.

„Neuauflage eines Klassikers“ nennt Nokia-Nachfolger HMD Global das 3310. Einmal kurz nachdenken: Wie sah das ursprüngliche Nokia 3310 eigentlich aus? So wie rechts abgebildet.

Das neue 3310 hat Ähnlichkeiten zu ein paar klassischen Nokia-Geräten, zum Beispiel auch zum 8210. Angenehmerweise haben aber einige Neuerungen Einzug gehalten: bessere und leichtere Akkus, zum Beispiel. HMD hat mir das Gerät in „Warm Red“ zur Verfügung gestellt. Wer glänzendes Korallenrot nicht mag, hat die Wahl zwischen glänzendem Gelb, mattem Dunkelblau und Grau.

Was es kann.

Telefonieren. Notfalls mit einer Akkuladung auch 22 Stunden lang. SMS kann man damit natürlich ebenso schicken. Wer es satt hat, für ein „t“ eine Taste viermal zu drücken, kann auch T9 einschalten – und ist damit nicht wesentlich langsamer als auf einem Smartphone. Im Standby kommt es laut Hersteller 25,3 Tage mit einer Akkuladung aus. Realistisch gesehen muss es daher etwa einmal alle 1-2 Wochen ans Ladegerät, wenn man ein bisschen telefoniert und die eine oder andere Runde Snake spielt. Das Kultspiel ist vorinstalliert; es kommt in einer modernisierten Fassung, die nicht sehr viel mit dem ursprünglichen Snake gemeinsam hat, aber recht nett zu spielen ist. Mehr lesen