Das Nokia 3310 im Test

Das Nokia 3310 im Test

Das Nokia 3310 aus dem Jahr 2000. (CC-BY-SA Multicherry)
Das neue 3310.

„Neuauflage eines Klassikers“ nennt Nokia-Nachfolger HMD Global das 3310. Einmal kurz nachdenken: Wie sah das ursprüngliche Nokia 3310 eigentlich aus? So wie rechts abgebildet.

Das neue 3310 hat Ähnlichkeiten zu ein paar klassischen Nokia-Geräten, zum Beispiel auch zum 8210. Angenehmerweise haben aber einige Neuerungen Einzug gehalten: bessere und leichtere Akkus, zum Beispiel. HMD hat mir das Gerät in „Warm Red“ zur Verfügung gestellt. Wer glänzendes Korallenrot nicht mag, hat die Wahl zwischen glänzendem Gelb, mattem Dunkelblau und Grau.

Was es kann.

Telefonieren. Notfalls mit einer Akkuladung auch 22 Stunden lang. SMS kann man damit natürlich ebenso schicken. Wer es satt hat, für ein „t“ eine Taste viermal zu drücken, kann auch T9 einschalten – und ist damit nicht wesentlich langsamer als auf einem Smartphone. Im Standby kommt es laut Hersteller 25,3 Tage mit einer Akkuladung aus. Realistisch gesehen muss es daher etwa einmal alle 1-2 Wochen ans Ladegerät, wenn man ein bisschen telefoniert und die eine oder andere Runde Snake spielt. Das Kultspiel ist vorinstalliert; es kommt in einer modernisierten Fassung, die nicht sehr viel mit dem ursprünglichen Snake gemeinsam hat, aber recht nett zu spielen ist. Mehr lesen

2-Faktor-Authentifizierung per SMS? Problematisch.

Der IT-Sicherheitsreporter Brian Krebs beschwert sich in einem Blogpost über eBays Versuch, ihn dazu zu überreden, sich die Codes für die 2-Faktor-Authentifizierung per SMS zuschicken zu lassen anstatt einen Hardware-Token (einen Schlüsselanhänger, der alle 30 Sekunden einen anderen Code anzeigt) zu verwenden. Er schreibt, zu Recht, dass dies weniger sicher ist als andere Methoden.

Eine kurze Anekdote: Vor einiger Zeit musste ich für ein Familienmitglied eine Tausch-SIM-Karte besorgen. Ich ging dazu mit einem anderen Familienmitglied in einen Shop des Netzbetreibers. Die Mitarbeiterin fragte nach Telefonnummer und Adresse des Vertragspartners – und händigte uns prompt die Tausch-SIM-Karte aus. Sie fragte uns weder nach einem Ausweis, noch nach irgendeinem nicht-öffentlichen Detail wie zum Beispiel dem Kundenkennwort. An die alte SIM kam ein SMS mit einem Hinweis. So einfach könnte man einen Mobilfunkanschluss übernehmen und die Codes per SMS empfangen – wenn auch vom Opfer nicht ganz unbemerkt.

Für mich zeigt das: SMS-Codes und SMS-TANs sind nur so sicher wie das System des Mobilfunknetzbetreibers – und darin scheint Sicherheit eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Huawei TalkBand B2 im Test

Huawei TalkBand B2 im Test

Ich wollte schon seit längerem einmal einen Fitness-Tracker ausprobieren, daher bin ich auf das Angebot, das Huawei TalkBand B2 für einige Tage auszuprobieren, gerne eingestiegen. Im Gegensatz zu reinen Fitnesstrackern (Fitbit etc.) kann man das Gerät auch als Headset zum Telefonieren verwenden.

Die Hardware

Das Gerät selbst hat ein Gehäuse aus Kunststoff und Metall mit einem kleinen Touchscreen, einem Schwarz-Weiß-OLED-Display und einem einzigen Bedienknopf. An der Rückseite befindet sich der Ohrhörer und ein Micro-USB-Port zum Aufladen des Akkus. Das Talkband ist wassergeschützt nach IP57: Händewaschen ist kein Problem, solange man das Gerät nachher abtrocknet, schwimmen gehen oder Duschen sollte man damit aber nicht. Das Talkband kann sich durch Vibrieren bemerkbar machen.

Das Armband besteht aus einer Halterung aus Metall (Aluminium?) zum Einklipsen des Geräts und einem auswechselbaren Kunststoffband.

Der Akku hielt im Test etwa drei Tage. Mehr lesen

Eine kostenlose Visual Voicemail-Alternative bei Drei

Etwas, das ich beim Umstieg vom iPhone auf Windows Phone bzw. Android vermisst habe, ist Visual Voicemail. Auch wenn Anrufbeantworter hierzulande ein schlechtes Image haben–ich verwende sie trotzdem, sei es, weil ich das Handy nicht immer bemerke oder weil ich einfach nicht abheben kann oder will.

Das nervigste an Anrufbeantwortern ist für mich eindeutig die Art und Weise, wie man sie abfragen soll, und die Tatsache, dass das bei manchen Anbietern sogar noch etwas kostet. Wer einen Vertrag bei Drei hat, kann diese beiden Aspekte einfach umgehen.

So geht’s: Mehr lesen

LG Optimus G im Test

LG Optimus G im Test

OptimusG_Sprint_ProductShot001_smallLG hat mir vor kurzem das jüngste seiner Smartphones, das LG Optimus G*, zum spielen testen geschickt.

Zunächst mal zum Äußeren. Das Gerät vermittelt einen sehr hochwertigen, gut verarbeiteten Eindruck. Die Vorderseite aus Gorilla Glass ist von einem dünnen, verchromten Metallrahmen umgeben. Ein Streifen schwarzen Lacks bewirkt, dass er nicht so hervorsticht wie bei diversen Geräten der Konkurrenz. Dahinter schließt ein Kunststoffrahmen an, in den eine Platte aus Glas eingelegt ist, aus der das Kameramodul hervortritt.

Optimus G Frühlingsblumen
Unbearbeitetes Originalbild aus dem Optimus G. Zum Betrachten in Originalgröße das Bild anklicken.
Das Optimus G ist für mich von der Größe her nahe an jener Grenze, ab der es zwingend notwendig ist, ein Smartphone mit beiden Händen zu bedienen. Die abgerundete Kante des Kunststoffrahmens bewirkt, dass das Gerät relativ gut in der (meiner) Hand liegt. Wer darauf Wert legt, das Smartphone mit einer Hand bedienen zu können, sollte es vor dem Kauf auf jeden Fall ausprobieren.

OptimusG_Sprint_ProductShot009_smallZu den inneren Werten: Mit 32GB Speicher, 2GB Arbeitsspeicher und einem Quad-Core-Prozessor gehört das Optimus G zur Spitzenklasse der derzeit erhältlichen Smartphones. Mit Hilfe von LTE ist man nicht nur in 3D-Spielen, sondern auch im Internet schnell unterwegs, sobald LTE von LG in Zusammenarbeit mit den Providern aktiviert wird. Dass man auch sonst selten lange auf ein Programm warten muss, ist selbstverständlich. Der Bildschirm ist gestochen scharf, leuchtstark und dank IPS-Panel viel weniger blickwinkelabhängig als ein typischer LCD-Bildschirm, Laptopbildschirme eingeschlossen. Die 13MP-Kamera kann bei guten Lichtverhältnissen ihre Stärken ausspielen.

Der Bildschirm des LG Optimus G lässt sich auch bei starker Sonneneinstrahlung noch sehr gut ablesen
Der Bildschirm des LG Optimus G lässt sich auch bei starker Sonneneinstrahlung noch sehr gut ablesen.

Etwas, das nicht ganz neu ist, ist das Betriebssystem. LG hat dem Gerät seine eigene Variante von Android 4.1.2 (Jelly Bean) spendiert, aktuell ist 4.2.2 (Jelly Bean+). LG verwendet eine eigene Benutzerobrfläche, die einige Funktionen leichter zugänglich macht und das Gefühl vermittelt, man habe das Gerät am kurzen Zügel. WLAN, Energiesparmodi, mobile Datenübertragung und einige andere Einstellungen lassen sich einfach über die Statusleiste ein- und ausschalten. Dadurch, dass die Bedientasten als Soft-Touch-Tasten unterhalb des Bildschirms angeordnet sind, steht den Anwendungen der Platz, den diese Tasten bei anderen Geräten auf dem Bildschirm einnehmen, zur Verfügung.

Neben den üblichen Anwendungen wie Browser, Galerie, E-Mail-Client, MP3-Player, Notizen, Google Navigation und so weiter bringt das Gerät auch die App Polaris Office zum Ansehen, Erstellen und Bearbeiten von Word-, Excel- und Powerpoint-Dokumenten mit. Das ist insofern praktisch, wenn man bedenkt, dass man per Bluetooth einfach eine Maus und eine Tastatur anschließen kann. Das klingt abwegig, aber es funktioniert erstaunlich gut. Über einen kleinen micro-USB-zu-HDMI-Adapter kann man das Gerät auch an einen Bildschirm anschließen–einer Nutzung als ultra-kompaktes mobiles Büro steht damit nichts mehr im Weg. Android geht sogar noch einen Schritt weiter: das Gerät unterstützt den Miracast-Standard, mit dessen Hilfe sich Bild und Ton drahtlos übertragen lassen–zum Beispiel an ein Miracast Dongle oder an einen kompatiblen Beamer. Allerdings fehlen hierzu eindeutig noch die passenden Geräte.

Über den Akku, der oft mal als Achillesferse der Smartphones bezeichnet wird, kann ich, mit der gebotenen Vorsicht, nur Gutes sagen. Natürlich kann man jeden Smartphoneakku binnen ein paar Stunden entleeren, wenn man ausreichend viele energiehungrige Prozesse gleichzeitig laufen lässt. Wer das Gerät normal verwendet, kommt mit dem Akku meiner Erfahrung nach locker einen Tag lang, oft auch länger, aus. Der Nutzer bekommt von LG auch ein paar Werkzeuge in die Hand, um Strom zu sparen. Beispielsweise ist der von vornherein eingestellt, dass der Bildschirm relativ kurz (~15s) nach der letzten Berührung des Touchscreens ausgeschaltet wird. Da das aber nicht unbedingt praktisch ist, kann das Gerät über die Frontkamera erkennen, ob gerade ein Paar Augen auf den Bildschirm gerichtet sind und die Anzeige solange aktiv lassen. Das Optimus G unterstützt auch NFC zum Auslesen von Smart Tags.

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