VHS-Vortrag: Die Erforschung des Mars

VHS-Vortrag: Die Erforschung des Mars

In diesem Wintersemester biete ich wieder ein paar Vorträge an den Wiener Volkshochschulen an. Einer davon ist bereits nächste Woche, daher möchte ich ihn euch kurz vorstellen:

Die Erforschung des Mars

Copyright ESA – D. Ducros

Unser äußerer Nachbarplanet ist mittlerweile der am besten erkundete Planet – nach der Erde. Die Sonden und Mars-Rover lieferten und liefern uns spektakuläre Bilder und wissenschaftliche Daten. Wir sehen uns an, wie der Mars untersucht wird und welche Schlüsse wir daraus auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Roten Planeten ziehen können.

Wir erfahren in den Medien einiges über einerseits über die Raumfahrzeuge, mit denen der Mars untersucht wird und auch etwas über die Erkenntnisse, die damit gewonnen werden, zum Beispiel zur Existenz von Wasser. Die Schritte dazwischen kommen leider oft zu kurz. In dem Vortrag erzähle ich anhand von zwei Beispielen, wie man zu diesen Erkenntnissen kam und was die physikalischen Grundlagen dahinter sind.

Datum: Freitag, 23. November 2018, 18:30-20:00

Ort: VHS Mariahilf, Neubau, Josefstadt
Damböckgasse 4, 1060 Wien
(U3 Neubaugasse, Stadtplan)

Kursbeitrag: 6€

Anmeldung: über die Website der VHS, telefonisch unter +43 1 89174-106000 oder direkt in der VHS, am besten ein paar Tage vorher.

Ich freue mich über Euren Besuch!

Kurztest: Bird Elektro-Tretroller

Kurztest: Bird Elektro-Tretroller

Seit vergangenem Samstag stehen in Wien etwa hundert Elektrominiscooter des US-amerikanischen Anbieters Bird, die man per App unkompliziert mieten kann. Eine Probefahrt.

Die App kann man im Play Store oder im App Store herunterladen. Die Registrierung ist angenehm unkompliziert: ich musste nicht einmal meinen Namen angeben. Die Kreditkartennummer gibt man nicht gleich, sondern vor der ersten Fahrt ein.

Die Roller stehen von ca. 7 Uhr früh bis ca. 9 Uhr abends zur Verfügung. In der Nacht werden sie eingesammelt, aufgeladen und wieder ausgesetzt. (Ich bin gespannt, ob diese Vorgehensweise verhindert, dass zu viele Roller im Donaukanal landen.) In der App sieht man ihre Positionen und dabei fällt auf, dass sich die Roller in der Früh nur in den inneren Bezirken befinden. Gegen Abend bewegen sich dann manche Roller auch mal in die Gebiete jenseits des Gürtels. No-Go-Zonen sind in der App derzeit nicht zu sehen.

Die App zeigt die Standorte der Roller an. Allerdings war der erste, den ich verwenden wollte, nirgendwo zu finden. Es gibt die Möglichkeit, einen gesuchten Roller über einen Knopf in der App läuten zu lassen, aber auch das half nicht. Hat man einen gefunden, scannt man den QR-Code von dessen Lenker oder gibt den daneben stehenden Code ein und die Fahrt beginnt.

An das Fahren mit dem Roller habe ich mich binnen ein paar dutzend Metern eingestellt. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist, dass der Elektromotor erst übernehmen möchte, nachdem man zwei- oder dreimal mit dem Fuß angetaucht hat. Danach kann man den Fuß auf dem Trittbrett lassen. Der Miniscooter erreichte eine angenehme Geschwindigkeit, mit der ich mich noch sicher fühlte.

Fahren sollte man in etwa dort, wo man auch mit einem Fahrrad fahren würde – also nicht am Gehsteig, sondern am Radweg oder auf der Fahrbahn. Handzeichen zum Abbiegen zu geben funktioniert allerdings nur bedingt, denn dazu müsste man mit der rechten Hand den Gashebel loslassen. Ob die Roller auf Wiens leider häufig unterdimensionierten Radwegen zum Problem werden, wird sich noch zeigen.

Am Ende der Fahrt soll man den Roller möglichst bei einem Radständer abstellen, also in jenem Bereich eines Gehsteigs, in dem auch Stadtmobiliar steht und in dem der Roller möglichst niemandem im Weg ist. Die App verlangt auch nach einem Foto des Gefährts am Abstellort.

Die Fahrt mit den Bird Miniscootern kostet derzeit 1€ pro Fahrt plus 15 Cent pro Minute. Damit ist Bird pro Kilometer ein bisschen günstiger als die Carsharinganbieter Car2Go und DriveNow, aber immer noch  vergleichsweise teuer. Wer sich mit der Idee spielt, mit einem Elektrominiscooter in die Arbeit zu pendeln, ist wohl besser beraten, sich einen eigenen um etwa 430€ zu kaufen, denn das sollte sich nach etwa einem halben Jahr rentieren.

An ein paar Stellen kann Bird sicher noch nachbessern: Die Scooter zählen laut Medienberichten als E-Bikes, aber sie sind nicht mit jenen Reflektoren ausgestattet, die für Fahrräder vorgeschrieben sind. Was mir auch auffällt, ist, das ich von Bird keine Rechnung bekommen habe. Zugegeben: anfangen könnte ich damit ohnehin nichts.

Digital Detox

Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Wer diese These in einem Artikel aufstellt, meint meistens, dass man mit Hilfe des Internets viele Dinge einfacher erledigen kann als früher.

Die Schattenseite ist, dass man schon beim Aufstehen die E-Mails checkt, beim Frühstück planlos auf Newswebsites herumklickt, in der U-Bahn Twitter liest und auch sonst während des Tages recht oft das Smartphone aus der Tasche zieht. Das Internet – und vor allem Social Media-Dienste – sind eine ergiebige Quelle der geistigen Stimulation und Ablenkung. Mit der Zeit lernt man sich diese Verhaltensweisen ein. Das Internet ist dann im wahrsten Sinne des Wortes „aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken“ und entwickelt sich auch zum Zeitfresser. Gleichzeitig merke ich, dass ich immer seltener gute Bücher oder ausführliche, gut geschriebene Artikel in Zeitschriften und Magazinen lese.

In den nächsten Tagen möchte ich daher folgendes versuchen:

  • Um E-Mails, Twitter, WhatsApp-Nachrichten und Ähnliches werde ich mich zweimal täglich – morgens und abends – kümmern.
  • Internet am Laptop und Smartphone möchte ich in der übrigen Zeit nur verwenden, wenn ich aktiv etwas nachschauen muss.
  • Als Telefon wird mir das simple Nokia-Handy dienen, das ich letztes Jahr hier im Blog getestet habe.

All jene, deren Nachrichten für einige Stunden unbeantwortet bleiben, möchte ich um Verständnis dafür bitten. Gerne könnt ihr mir E-Mails schicken, die ich ausführlich zu beantworten plane. Falls es dringend ist, ruft mich bitte an – notfalls müsste auch die Auskunft die Telefonnummer haben.

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Daten und Fakten zur Mondfinsternis am 27. 7. 2018

Daten und Fakten zur Mondfinsternis am 27. 7. 2018

Sonnen- und Mondfinsternisse sind immer wieder interessante und spektakuläre Himmelsereignisse. Die nächste Mondfinsternis, die von Mitteleuropa aus beobachtbar ist, wird sich in den Abendstunden des 27. Juli 2018 ereignen.

Ablauf

(Alle Zeitangaben sind in Mitteleuropäischer Sommerzeit, also UTC+2.)

Der Mond tritt um 19:13 mit dem ersten Bisschen in den Halbschatten der Erde ein. Dieses Ereignis ist so unscheinbar, dass es als praktisch unbeobachtbar gilt.

Um 20:24 tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Der Eintritt selbst ist in Mitteleuropa leider noch nicht zu sehen, da der Mond erst im Verlauf der Finsternis aufgeht: in Wien schon fünf Minuten später, um 20:29, in Bregenz erst um 20:54. Theoretisch, denn in der Praxis wird man ihn durch den Landschaftshorizont erst einige Minuten später sehen.

Der Mond um 21 Uhr über Wien

Die totale Phase der Finsternis beginnt um 21:30 und endet um 23:14. In dieser Phase ist die gesamte Mondscheibe im Kernschatten der Erde.

Um 0:19 hat der Mond den Kernschatten zur Gänze verlassen.

Die Finsternis endet um 1:30, wenn der Mond den Halbschatten komplett verlassen hat. Auch das ist praktisch unbeobachtbar.

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Der Astronomie-Sommer 2018

Der Astronomie-Sommer 2018

Der Sommer ist wohl die beliebteste Jahreszeit, um Astronomie zu betreiben. Längere Schönwetterperioden und angenehme Temperaturen sprechen für ihn; die kurzen Nächte, in denen zwischen dem Ende der astronomischen Abenddämmerung und dem Beginn der astronomischen Morgendämmerung zu Sommerbeginn nur eine Stunde liegt*, und der Dunst in der Luft sprechen gegen ihn.

In diesem Sommer erwarten uns einige Highlights, die mit freiem Auge, Feldstecher oder Fernrohr beobachtet werden können.

In den Abendstunden des 27. Juli wird sich eine totale Mondfinsternis ereignen, die von Mitteleuropa aus beobachtet werden kann. Der Mond geht kurz nach dem unspannenden und fast unbeobachtbaren Beginn der Finsternis – dem Eintritt des Monds in den Halbschatten der Erde – auf. Der Rest der Finsternis ist gut zu beobachten, sofern man einen halbwegs freien Blick zum Horizont hat.

Mehr über die Mondfinsternis gibt’s in ein paar Tagen hier zu lesen. (Also am besten gleich die Benachrichtigungen per E-Mail abonnieren 😉 )

Venus ist den ganzen Sommer über am Abendhimmel kurz nach Sonnenuntergang zu sehen. Jupiter ist ebenfalls gut am Abendhimmel zu sehen, geht aber schon recht früh unter und ist etwas unscheinbarer als Venus. Saturn ist am Abendhimmel auffällig gut zu sehen. Am 27.6. stand er in Opposition zur Sonne: die Erde steht dann (in etwa) auf der gedachten Verbindungslinie zwischen dem Planeten und der Sonne und der Planet ist daher besonders gut zu sehen. Mars steht am 27.7. in Opposition zur Sonne und erreicht am 31.7. mit 57,6 Mio. km seine geringste Entfernung zur Erde. Er dominiert den Nachthimmel im Sommer. Aufgrund der geringen Entfernung wird man dann auch mit kleineren Fernrohren das eine oder andere auf seiner Oberfläche erkennen können. Uranus und Neptun werden gegen Ende des Sommers und im Herbst beobachtbar, allerdings nur mit einem Fernrohr.

Perseiden

Der Sternschnuppenstrom der Perseïden wird in der Nacht vom 12. auf den 13. August sein Maximum erreichen, die Beobachtung ist aber auch einige Tage davor und danach noch möglich. Mehr zu den Sternschnuppenströmen im August hier.

Im Laufe des Sommers wird es auch die Möglichkeit geben, den Kometen 21P/Giacobini-Zinner mit einem Fernrohr zu beobachten. Bis Anfang September ist er am Abendhimmel zu beobachten, schon davor und auch darüber hinaus am Morgenhimmel. Am 10. September erreicht der Komet sein Perihel, den der Sonne am nächsten gelegenen Punkt seiner Bahn, der in der Nähe der Erdbahn liegt. (Mehr Infos zur Beobachtung des Kometen gibt’s auf der Website der WAA.)

Die Bahn von Komet 21P/Giacobini-Zinner (Grafik: NASA/JPL Small Body Database)

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