Ein Hauch von Revolution lag in der Luft an jenem Sonntagabend, als sich eine bunt gemischte Gruppe von Leuten traf, um an einem kleinen politischen Experiment zu arbeiten. Manche von ihnen wussten von den harten Sitzungen in den ersten Jahren der Grünen zu berichten, andere hatten vor Jahren einmal als Bezirksrat gearbeitet, wieder andere waren gut in Sachen Public Relations oder Medien und viele waren Experten in puncto Internet. Ihnen allen war eines gemeinsam: sie interessierten sich für einen Bereich der Politik, der normalerweise eher in den Chronikseiten der Tageszeitungen Platz in Anspruch nehmen kann–die Wiener Kommunalpolitik. Die SPÖ, die im Gemeinderat und Landtag die absolute Mehrheit hat, bestimmt die Wiener Kommunalpolitik derart, dass die Opposition nur nebenbei erwähnt wird, solange sie nicht mit mehr oder weniger absurden Vorschlägen–beleuchtete Glastürme auf öffentlichem Grund als Parkgaragen (ÖVP), Einführung einer Stadtwache (FPÖ, ÖVP), Verwendung des Falco-Songs „Vienna Calling“ als Wiener Landeshymne (BZÖ)–auf sich aufmerksam machen kann oder–so wie es die FPÖ tat–einen bizarren Vorwahlkampf mit ausländerfeindlichen Themen anzettelt. Die eigentlichen, wichtigen Themen und Positionen der Parteien bleiben den Wählern gegenüber weitgehend verborgen, weil sie innerhalb der einzelnen Parteien diskutiert werden und kaum nach außen dringen oder von den Medien nicht aufgegriffen werden. Dies wollte man nun ändern. Mehr lesen
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Neue Bilder vom Mond
Pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum der ersten bemannten Mondlandung hat die NASA nun erstmals hochaufgelöste Bilder von den Landeplätzen der Apollo-Missionen veröffentlicht, auf denen man die Landemodule der Apollo-Raumfähren erkennen kann.
Bis jetzt wurde ich oft gefragt, ob es denn möglich wäre, „die amerikanische Flagge auf dem Mond“ mit einem Teleskop zu sehen. Mit dem Hubble Space Telescope ist das aber leider nicht möglich. Die Gründe dafür sind ganz einfach: Der Mond ist zu weit weg, die auf dem Mond hinterlassenen Dinge sind zu klein oder das Auflösungsvermögen des Teleskops ist zu gering. (Link) Nun kann man sich auf zweierlei Art behelfen–ein Teleskop mit einer besseren Auflösung verwenden ist eine davon. Es gab vor ein paar Jahren einen Versuch, mit Hilfe des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte die Landestellen zu fotografieren, ob das klappte weiß ich nicht. Die andere ist naheliegender: Näher hinfliegen. Und genau das hat man jetzt gemacht. Der Lunar Reconaissance Orbiter, eine Sonde der NASA, umkreist derzeit den Mond in einer Höhe von ca. 30-50km und hat daher einen viel besseren Blick auf den Mond als die erdgebundenen Beobachter in ca. 384.000km Entfernung.
Das Bild zeigt den Landeplatz von Apollo 11. Außer dem Landemodul in der Bildmitte, das einen markanten Schatten wirft, kann man kaum weitere Spuren der menschlichen Tätigkeiten entdecken. Das ist aber nicht weiter verwunderlich, denn schließlich haben sich Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond stets in der Nähe des Raumschiffs aufgehalten. Die Spaziergänge hätten auf einem Fußballfeld Platz gehabt.
Auf dem Bild der Apollo 14-Landestelle sind sogar weitere Details erkennbar:
Ein harter Schlag für jene, die glauben, die Mondlandung sei in einem Keller in Hollywood nachgestellt worden.
Nebenbei bemerkt: die NASA hat auch die alten Videos der Mondlandung restauriert und digitalisiert, hier ist ein Ausschnitt davon.
http://www.youtube.com/v/mZ_mTgkGSZk
Quellen: Astrodicticum simplex (dort gibts auch wieder mal eine Diskussion mit Skeptikern), Bad Astronomy, Bilder: NASA/Goddard Space Flight Center/Arizona State University,
Das Regierungsprogramm auf einen Blick
Was tut unsere Bundesregierung? Nun, wenn die Mitglieder gerade nicht streiten oder mit Astrologen diskutieren [Anmerkung: siehe hier], dann versuchen sie, das Regierungsprogramm umzusetzen.
Das Regierungsprogramm. Dieses Papier, um das wochenlang gestritten wurde und das dann als krönender Abschluss der Koalitionsverhandlungen einem Haufen Journalisten und Journalistinnen präsentiert wurde, die dann binnen kurzem dem Volk erklären mussten, worum es geht.
Facebook statistisch gesehen
Beim BarCamp Vienna Juni 09 habe ich in einer Session mit Diskussion die Verbreitung von Facebook in Österreich betrachtet.
Die Quelldaten (Excel-Tabelle) ist hier zu finden und unter der Creative Commons Attribution Share Alike Noncommercial Austria 3.0 Lizenz veröffentlicht: Facebook Statistik
Folien:
Facebook-Statistik (.mov-Film)
Besser wählen mit Bürgerkarte
Wählen mit der Bürgerkarte? Nein, damit meine ich nicht das e-voting bei den ÖH-Wahlen, das hoffentlich angesichts der Kosten und Sicherheitsprobleme einen schnellen Tod sterben wird.
Ich denke an die EU-Wahlen. Wie bei der Nationalratswahl kann man auch bei den EU-Wahlen per Wahlkarte wählen, diese muss aber erst mal beantragt werden. Wenn man nicht selbst zum Amt gehen möchte ist ein formloser Antrag per Brief, Fax oder e-mail notwendig, der aber zum Zweck der Identifikation zumindest einige Daten des Reisepasses oder des Personalausweises sowie Adresse, Geburtsdatum und Geburtsort enthalten soll. Das ist praktisch, aber will man wirklich diese Daten unverschlüsselt durch den Äther schicken?
Es geht aber auch anders: Man kann den Antrag online stellen und sich dabei mit der Bürgerkarte gegenüber der Behörde authentifizieren. Als ich beim, äääh, dritten Mal dann endlich draufgekommen bin, dass in der ersten Dialogbox die kurze vierstellige PIN eingetippt werden muss, hat der weitere Prozess problemlos funktioniert.
So aht also auch das e-Voting-Projekt seine kleinen guten Aspekte.


