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Kategorien-Archiv: Blog
Live vom HP Winter Summit 2011
Am 13. und 14. Dezember veranstaltet HP im Schweizer Skiort Saas-Fee den “HP Winter Summit”, auch “HP Winter Consumer Lifestyle Summit”. Neben einigen spannenden neuen Produkten erwarten die Teilnehmer viel Spaß und eine sportliche Überraschung. Apropos Teilnehmer: ihr habt es wahrscheinlich schon geahnt, ich bin dabei–und zwar als einziger Österreicher! Dienstag 02:10 So ganz konnte ich meinen Augen nicht trauen, als ich die Einladung und später dann auch die Flugtickets in meiner E-Mail-Inbox vorfand, aber in ein paar Stunden wird es Realität! In ein paar Stunden, fragt ihr? Ja, denn diesmal werde ich zu einer Zeit, zu der ich normalerweise gerade verschlafen am Frühstückstisch sitze, verschlafen im Flugzeug sitzen. Abflug 7:10, das heißt 5:30 am Flughafen sein. Und vor lauter Aufregung konnte ich noch nicht schlafen. Ich hoffe, ich kann das im Bus zwischen Genf und Saas nachholen. 7:10 Etwas, das mir auch noch nie passiert ist: die Flügel des Flugzeugs mussten enteist werden. Mit einem Kranarm wird das stark dampfende Enteisungsmittel auf die Tragflächen gesprüht. Von innen hat der Anblick gewisse Ähnlichkeit mit einer Autowaschanlage. Die Alpen zeigen sich beim Flug Wien-Genf knapp nach Sonnenaufgang von ihrer schönsten Seite. Großglockner-spotten mit dem Sitznachbar. 9:15 Am Flughafen Genf kann man sich entscheiden, ob man Richtung Schweiz oder Richtung Frankreich gehen möchte. Ab in die Schwyz und schon werde ich freundlich begrüßt. 9:20 Dass HP wegen mir einen eigenen Chauffeur schickt hätte ich mir nicht erwartet. Es hätte mich auch nicht gestört, wenn ich auf die später ankommenden Teilnehmer hätte warten müssen, um den gemeinsamen Bus zu benützen. Aber so habe ich die Gelegenheit, ein Nickerchen zu machen. Etwas, das einige – so wie ich – sicher nur am Rande mitbekommen haben, ist, dass die Schweiz dem Schengenraum beigetreten ist. Mein Reisepass blieb in der Tasche, beim Checkin kann man sich mit der Vielfliegerkarte identifizieren. Total sicher. Ehrlich! Mal ehrlich, Freunde der Berge. Wenn man von Genf über Lausanne nach Saas fährt, merkt man schnell, dass die Schweizer Bergwelt mindestens zwei Nummern größer als die heimische ist. Vom Genfer See haben sich die Schweizer übrigens die sonnige Seite ausgesucht. Die Franzosen wohnen auf der Schattenseite und machen so fade Dinge wie Mineralwasser abfüllen (Evian). Bei den Schweizern wächst sogar Wein. Sonne über dem Genfer See 12:30 Mittlerweile bin ich gut in Saas-Fee angekommen. Wie überall im Alpenraum ist auch in der Schweiz bisher der Winter zu warm und trocken, aber für einige Zentimeter Schnee hat’s dann doch gereicht. 14:30 Nach dem Mittagsbuffet sitze ich nun in der Lobby. In einer halben Stunde geht die Action los! (und aus irgendeinem Grund lässt mich das Hotel-WLAN nicht zu Facebook, aber das ist eine andere Geschichte…) 15:00 Die wintersportliche Überraschung entpuppt sich leider als eine andere Überraschung: wegen Schneemangel abgesagt. Nicht, dass hier nicht einiges an Schnee herumliegen würde, aber offenbar ist’s doch zu wenig, um Verletzungen zu verhindern. Dafür kann ich hier in den nächsten Tagen etwas verlosen Außerdem: “Wir werden euch heute keine Powerpoints zeigen.” Mindestens 40 Blogger atmen erleichtert auf. Die beiden Sessions für heute: Action und Illustration. In ersterer bekamen wir die Aufgabe, gemeinsam mit einem professionellen Stuntman eine kurze Kampfszene in 3D vor einem Greenscreen zu drehen. HP zeigt dabei, dass sich die Highend-Workstations gut für solche Zwecke eignen. In der nächsten Session können wir mit Hilfe von HPs großen Touchscreen-Desktops winterliche Illustrationen gestalten. Außerdem gibt’s hier ein paar clevere Lösungen für den mit technischen Gadgets überfrachteten Haushalt zu sehen: um des Kabelsalats Herr zu werden kann man mit speziellen Funkadaptern das HDMI-Signal eines Laptops per Funk an einen Fernseher übertragen und auch Lautsprecher per Funk ansteuern. Wer gerne auf eBay handelt, wird vielleicht eine Freude mit HPs Multifunktionsgerät mit integrierter Dokumentenkamera haben. Die Kamera kann nicht nur “normal” scannen, sondern auch dreidimensionale Objekte von oben abfotografieren. Das dürfte zum beispiel diejenigen freuen, die gerne auf eBay handeln und dafür schöne Fotos der zu verkaufenden Gegenstände machen müssen. Alles, was nicht allzu hoch ist und auf ein Blatt A4-Papier passt, kann gut mit dem Scanner abfotografiert werden. Leider kann das Ding nur in zwei Dimensionen scannen 18:30 eine Runde Whirlpool, ganz nach dem Motto “wenn es einen gibt, muss man ihn auch verwenden” 20:00 Auf zum stereotypischen Schweizer Abendessen. Allerdings muss heute niemand fürchten, wegen etwaiger Fauxpas im Genfer See versenkt zu werden. In der Zwischenzeit hat es zu schneien begonnen und es kommt richtiges Winterfeeling auf! Mittwoch 9:00 Checkout aus dem Hotel und ab zur “Music Creation” Session mit DJ Monsieur Komplex aus Paris. Mit einem Laptop aus der HP-Beats-Serie, einem Traktor Kontrol-Gerät samt zugehöriger Software und viel, viel Talent, Übung und Fingerfertigkeit entstehen die fetten Loops und Beats wie im Nu. Auch wenn der Controller und die Software die eigentlichen Stars sind–ohne den Laptop geht nichts. 11:00 Eines der Kerngeschäft von HP sind nach wie vor Drucker. All-in-one-Geräte und die Möglichkeit, Fotos direkt von der Speicherkarte auszudrucken, sind schon lange gang und gäbe. Die neueren Geräte von HP können nun auch mit Apps direkt Inhalte aus dem Internet aufs Papier bringen. Ohne viel Aufwand kann man so Wegbeschreibungen aus Bing Maps, Konzerttermine von last.fm, Nachrichten von Reuters und vieles mehr aufs Papier bringen. Über AirPrint kann man direkt von iPad und iPhone Bilder und Dokumente zum Drucker schicken. Ja, ich höre euch schon rufen: “Internetausdrucker!” Denkt mal kurz darüber nach, ob ihr nicht vor einigen Tagen das hier gut gefunden habt. Schifahren vor der Fotoleinwand 13:00 Was wäre die Schweiz ohne Käse? Paul aus Dubai und ich beschließen, einen kleinen Spaziergang zum nächsten Käseladen zu machen. Dummerweise entpuppt sich der als geschlossen, der Supermarkt nicht. Käse und Schoki waren schnell gekauft. In Saas-Fee hat man sich eine recht geschickte Lösung einfallen lassen, um des Straßenverkehrs Herr zu werden: im Ortskern dürfen nur kleine Elektrobusse fahren. Die passen problemlos durch die engen Gassen und verschmutzen auch nicht die Umwelt: der Schnee bleibt weiß. Die Hotels holen die Gäste vom Ortsrand mit den Fahrzeugen an. 14:30 Abfahrt Richtung Genf, drei Stunden Busfahrt, dann wieder zurück nach Wien. [...]
Wikileaks: Spionage(abwehr) für Dummies
WikiLeaks hat am 1. Dezember einen ganzen Haufen neuer Dokumente veröffentlicht. Die Spy Files zeigen, welche Möglichkeiten Behörden und Geheimdienste haben, um ihre Bürger zu überwachen — mehr oder weniger gesetzeskonform, mehr oder weniger gründlich. Die Dokumente sind offenbar zu einem guten Teil Präsentationen, die Unternehmen auf einer der ISS-Konferenzen (Intelligence Support Systems for Lawful Interception, Criminal Investigation and Intelligence Gathering) gezeigt haben. Sie geben Aufschluss darüber, welche Fähigkeiten die von den Unternehmen angebotenen Produkte auf jeden Fall haben. Laut der Karte gibt es einige Unternehmen, die auch Verbindungen nach Deutschland haben. Von besonderem Interesse dürfte dabei die Firma DigiTask sein, die in den letzten Monaten oft in Verbindung mit dem deutschen “Staatstrojaner” genannt wurde. Dieser, auch “Quellen-Telekommunikationsüberwachung” und “Bundestrojaner” genannt, wird auf dem Computer der zu überwachenden Person installiert und hat die Aufgabe, den Behörden das Abhören von verschlüsselten Nachrichten zu gestatten, indem er diese vor dem Verschlüsseln oder nach dem Entschlüsseln abfängt. Der deutsche “Chaos Computer Club” (CCC) hat sich mit einer älteren und einer neueren Variante des Staatstrojaners beschäftigt und darin einige eklatante Sicherheitslücken gefunden: “Wir waren überrascht und vor allem entsetzt, daß diese Schnüffelsoftware nicht einmal den elementarsten Sicherheitsanforderungen genügt. Es ist für einen beliebigen Angreifer ohne weiteres möglich, die Kontrolle über einen von deutschen Behörden infiltrierten Computer zu übernehmen” sagte ein CCC-Sprecher. Der detaillierte Bericht ist sehr lesenswert: Wir sind hocherfreut, daß sich für die moralisch fragwürdige Tätigkeit der Programmierung der Computerwanze keine fähiger Experte gewinnen ließ und die Aufgabe am Ende bei studentischen Hilfskräften mit noch nicht entwickeltem festen Moralfundament hängenblieb. Mittlerweile erkennen viele Antivirenprogramme die erste veröffentlichte Version als Schadprogramm und blocken es. In den Veröffentlichungen von WikiLeaks sieht man nun, wie die Firma DigiTask sich und ihre Abhörprogramme vorgestellt hat. DigiTask hat den Konferenzteilnehmern (Behördenvertreter etc.) offenbar wirklich ein System präsentiert*, das angeblich mit AES (Advanced Encryption Standard) verschlüsselt. Der CCC hat dann herausgefunden, dass zwar der Datenverkehr vom Trojaner zum Server verschlüsselt wird (und noch dazu über einen Server in den USA läuft), der Trojaner aber selbst die Befehle mehr oder weniger unverschlüsselt empfängt, was eine Sicherheitslücke darstellt. Interessanterweise geht die Präsentation auch explizit auf die Möglichkeit ein, weitere Programmbestandteile nachzuladen und “verbotene” Funktionalitäten der Software zu sperren. Was nützt es, das zu wissen? Wir erhalten Informationen darüber, was den Behörden beim “gewöhnlichen” Abhören von Datenverbindungen Probleme bereitet. Darunter sind… Informationen, die zwar entschlüsselt werden könnten, aber nicht gesammelt werden können TOR (auch verschlüsselt) Verwendung von Internetcafés, Hotspots usw. verschlüsselte Informationen, die nicht entschlüsselt werden können verschlüsselte Instant Messenger per TLS oder SSL verschlüsselte Verbindungen zu Mailservern mit PGP/GnuPG verschlüsselte E-Mails Websites, die HTTPS verwenden VPN-Verbindungen Informationen, die trotz Beschlagnahme (von Datenträgern) nicht erhalten werden können verschlüsselte Festplatten und andere Datenträger Das sind also jene Dinge, die man als Computernutzer tun kann, um zu verhindern, dass es Hacker/Geheimdienste/Industriespione usw. allzu leicht haben. Natürlich ist die Quellen-Telekommunikationsüberwachung genau darauf ausgerichtet, diese Probleme zu umgehen. Die Software dazu muss aber zuerst auf den Computer gelangen — und das ist einiges an Arbeit, weil es mitunter physischen Zugriff auf den Computer erfordert. *kleines Glossar: RFS: remote forensics software LI: lawful interception druckerfreundliche Ansicht
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Cultural Learnings of TEDx Vienna for Making Glorious Presentations
After having had the opportunity to attend TEDx Vienna, and after watching a lot of TED videos, I decided that an investigation of the style of TED talks and their differences to ordinary talks would be a nice topic for a talk at (as far as I know) continental Europe's first ScienceBarCamp in Vienna.
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Vorhersagen sind schwierig…
Gestern fand im Rathaus das mittlerweile schon traditionelle Wiener Nobelpreisträgerseminar statt. Die Vorträge der drei Physiknobelpreisträger waren außerordentlich gut besucht und auch gut gemacht, aber auch für die breite Öffentlichkeit konzipiert und daher nicht besonders tiefgehend. Im Anschluss an die Vorträge gab es eine Podiumsdiskussion zwischen Gerardus t’Hooft, George Smoot und Theodor Hänsch mit Herbert Pietschmann als Moderator. Gegen Ende der Diskussion bat er die Nobelpreisträger um ihre Vorhersagen für die Zukunft. Ein paar der Antworten waren erwartbar — wir brauchen mehr Naturwissenschaftler und Ingenieure, es gibt einen Mangel an Physiklehrern und Asien, besonders China, holt in den Naturwissenschaften und im Ingenieurwesen schnell auf . Es gab auch zwei Punkte, die ich für bloggenswert halte: Gerard t’Hooft meinte, wir mögen uns mehr um Technologie und weniger um Design kümmern, und erwähnte dabei explizit Apple als Negativbeispiel. George Smoot sprach die zunehmende Verbreitung von 3D-Druckern und die “desktop manufacturing revolution” an, in der man sich die dreidimensionale Beschreibung eines Gegenstands herunterlädt, um ihn dann selbst zu drucken. Meine Meinung dazu: Apple ist eine Firma, die es gut versteht, Technologien, die es schon gibt, so zu adaptieren, kombinieren und integrieren, dass sie wirklich gut zu verwenden sind und toll aussehen. Dadurch, dass Apple stark vertikal ausgerichtet ist und von der Herstellung bis zur Garantiereparatur und vom Chipdesign bis zum App Store versucht, möglichst viel selbst zu machen, erfährt man von Apples technologische Innovationen nicht allzu viel. Wir erinnern uns: Apples iPod mini enthielt einen Microdrive, eine kleine mechanische Festplatte, die ursprünglich von IBM entwickelt und dann von Hitachi hergestellt wurde. Hätte Apple einen solchen selbstentwickelten Bauteil an seine -mehr oder weniger-Konkurrenten verkauft? Ich glaube, dass man Apples technologische Seite leicht übersieht, dass aber auch die Allgemeinheit nicht viel von der dort geleisteten Forschungsarbeit hat. Smoot möchte ich beipflichten. Ich glaube, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage sicher ihren Teil dazu beiträgt, dass es immer populärer wird, sich mal wieder als Heimwerker zu betätigen oder selbst Gemüse anzubauen. Ein kleinerer Teil der “Maker”- und “Do-it-yourself”-Bewegung beschäftigt sich aber mit wirklich coolen zukunftsweisenden Dingen wie eben 3D-Druckern, anderen neuen Technologien zur Herstellung von Gegenständen, Biotechnologie, Robotern, Molekularküche, Sensornetzwerken, und vielem mehr. druckerfreundliche Ansicht
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Musik-Jahresrückblick und Verlosung