Über den Wandel in meinem Medienkonsum und die NZZ.at

Die NZZ.at sperrte zu. Das ist schade, einerseits für die Angestellten, andererseits für die Medienlandschaft selbst. Die Redakteure hatten die Zeit und den Platz, um zum einen oder anderen Thema gut recherchierte, informative Artikel in nahezu epischer Länge zu schreiben. Besonders in Erinnerung blieben mir ein paar Artikel zur Innenpolitik und zum Parlamentarismus. Die liberale Ausrichtung des Mediums – wer Aktionär der schweizerischen Mutter NZZ werden möchte, darf nicht Mitglied einer anderen Partei als der Schweizer FDP sein – störte mich nicht.

Die NZZ.at war ein Experiment, journalistisch und auch kaufmännisch – man rechnete damit, dass es schiefgeht, und das tat es schlussendlich auch. Sie zog von vornherein eine „harte“ Paywall ohne Gratis-Artikel auf. (Die zahlenden Kunden konnten aber hinter die Paywall führende Links auf ihren Social Media-Kanälen und auf andere Weise teilen.) Das Digitalabo kostete im ersten Monat einen, dann 14€; außerdem hatte sie zu Beginn ein besonderes Angebot:

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