Fukushima: 1 Jahr danach

Am Sonntag, 11. 3. 2012, jährt sich das Tōhoku-Erdbeben zum ersten Mal. Der durch das Magnitude-9-Erdbeben verursachte Tsunami hat zirka 16.000 Tote gefordert, zehntausende Gebäude entlang von 680km Küstenlinie beschädigt oder zerstört und eine der größten Nuklearkatastrophen ausgelöst.

Der US-amerikanische TV-Sender PBS, ein Nonprofit-Sender, hat zwei meiner Meinung nach sehenswerte Dokumentationen darüber ausgestrahlt.

Die erste, „Nuclear Aftershocks“, behandelt die Auswirkungen der Katastrophe und wirft einen genauen, kritischen Blick auf die Zukunft der Energiewirtschaft, mit Blick auf Alternativen, erneuerbare Energien und die schon recht alten AKWs in den USA.

Watch Nuclear Aftershocks on PBS. See more from FRONTLINE.

Die zweite, „Inside Japan’s Nuclear Meltdown“, beschreibt die Katastrophe aus der Sicht der AKW-Arbeiter und Hilfskräfte, aus der Sicht des japanischen Premierministers und betroffener Bürger.
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1 Monat nach dem Tsunami in Japan

Heute vor einem Monat hat vor der Küste Japan jenes Erdbeben stattgefunden, das zu dem AKW-Unfall in Fukushima geführt hat.

Vor ein paar Tagen ist im Internet eine Kopie einer Powerpoint-Präsentation über Fukushima aufgetaucht. Die Folien tragen das Logo des französischen Atomkonzerns AREVA und sind mit 1.4.2011 datiert.

In der Präsentation wird recht anschaulich beschrieben, was nach der Katastrophe passiert ist beziehungsweise passiert sein könnte. Insbesondere ist darin recht gut dargestellt, wann die Japaner von wo wohin Druck abgelassen haben und was dabei geschehen ist. Diese Informationen sind in den Medien oft falsch oder ungenau präsentiert worden. (SCRAM bedeutet übrigens Reaktorschnellabschaltung.)

Für mich besteht kaum ein Grund, an der Authentizität der Folien zu zweifeln, allerdings muss man im Hinterkopf behalten, dass die Folien wahrscheinlich als Unterstützung zu einem Vortrag gedient haben und der Vortragende sicherlich das eine oder andere angemerkt hat.

Die ARD (WDR) war weniger zimperlich–sie hat „auf Teufel komm raus“ in die letzten Folien der Präsentation hineininterpretiert. Dabei ist der folgende Beitrag entstanden, den ich zwar nicht für ein Glanzbeispiel des TV-Journalismus, aber dennoch für sehenswert halte:

(„Monitor“, 7.4.2011)

Quellen:

Das PDF stammt von Anti-Atom-Piraten.de